Mittwochvormittag, 7.55 Uhr, greifen die beiden Killer ihr Opfer gezielt vor der Wohnung seiner Lebensgefährtin an. Nachbarn und Passanten beobachten, wie die Maskenmänner brutal auf ihr Oper einprügeln. Als der beleibte Mann zu Boden sackt, wird er mit einem Baseballschläger malträtiert. Dann flüchten die Täter zu Fuß durch den anliegenden Park in Richtung Osten.
Kriminaltechniker untersuchen das Auto des Opfers.
© Eric Richard
Hatte Ali O. jemanden unter Druck gesetzt?
Rettungskräfte versuchen den 43-Jährigen zu reanimieren. Nach einer Stunde müssen sie aufgeben. Ali O. erliegt seinen schweren Verletzungen. Kriminaltechniker sichern bis zum späten Nachmittag Spuren und befragen etliche Zeugen.
Die Tat sorgt für Aufruhr im Milieu. Ermittler gehen davon aus, dass ihr ein Streit unter arabischen Großfamilien vorausgegangen war.
Hatte Ali O. jemanden unter Druck gesetzt? Nach KURIER-Informationen soll der 43-Jährige vor längerer Zeit einem Mitglied der Familie R. 100.000 Euro geliehen haben. Ali O. wollte es wiederhaben, doch R. war nicht bereit, zu zahlen. Bereits vor zwei Jahren sollen Schuldner und Gläubiger deshalb heftig aneinandergeraten sein. R. soll versucht haben, seinen Geldgeber einzuschüchtern.
Ali O. (43) wurde kurz vor 8 Uhr auf dem Gehweg vor mehreren Zeugen totgeprügelt.
© Eric Richard
"Hieraus kann eine richtige Familienfehde entstehen"
Viele aus dem Clan der R. fürchten nun tödliche Racheakte der Familie O. Sie vermuten, dass die Täter nicht vorhatten, Ali O. zu töten, sondern ihm „eine Lektion“ erteilen wollten.
Nachbarn wollen zudem erfahren haben, dass Ali O. wegen einer Straftat bei der Polizei oder bei einem Gerichtsprozess als Zeuge aussagen sollte. Bei der Justiz konnte man das am Mittwoch weder bestätigen noch dementieren. Ein Clanmitglied: „Hieraus kann eine richtige Familienfehde entstehen, die auch Unbeteiligte trifft.“
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com