In einer Grünanlage am Höllentalweg in Reinickendorf wird am frühen Donnerstagmorgen gegen 3.30 Uhr die Leiche einer jungen Frau gefunden. Bereits nach kürzester Zeit gehen die Ermittler aufgrund der Art der Verletzungen von einem Tötungsdelikt aus, die sechste Mordkommission übernimmt.
Die 19- jährige Lisa P. wurde tot in einem Park in Reinickendorf gefunden.
Die Fahnder sperren das Areal um den Fundort der Leiche großräumig ab, ein Großaufgebot der Polizei durchkämmt die Gegend nach möglichen Spuren und Hinweisen auf den Täter. Kurz darauf der Erfolg: Nur wenige Stunden nach dem Fund des Leichnams kann der 26-jährige Alexander H. festgenommen werden.
Die Polizei wollte am Donnerstag zunächst keine weiteren Details zur Beziehung zwischen Täter und Opfer nennen, um die „Ermittlungen nicht zu gefährden“, wie es hieß. Doch mehrere Freunde der Ermordeten sagten den KURIER-Reportern unabhängig voneinander, dass sich das 19-jährige Opfer Lisa P. und der geständige Täter Alexander H. gut kannten.
Die Leiche wird abtransportiert.
© Eric Richard
Der 26-Jährige ist mit der besten Freundin des Opfers verlobt, das Pärchen erwartet ein Kind. Die Freunde sagen, die drei seien fast immer gemeinsam unterwegs und unzertrennlich gewesen. In der fraglichen Nacht sollen Alexander H. und Lisa P. jedoch nur zu zweit gewesen sein. Weshalb, ist unklar. Ebenso, was dann passierte.
Allerdings hörte eine Anwohnerin nach eigenen Angaben in der Nähe des Tatorts in der Nacht einen lauten Streit. Sie habe sich nichts dabei gedacht, da der an eine Wohnsiedlung angrenzende Park vor allem im Sommer ein beliebter Treffpunkt von Jugendlichen sei. Da käme es immer wieder zu Knatsch und Streitereien, so die Frau weiter.
Auf einer Tischtennisplatte in der Nähe des Tatorts legten Freunde der 19-Jährigen am Donnerstag Blumen ab. Dazu einen Brief, auf dem nur ein einziges Wort steht: Warum?
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