Mord im Kleinen Tiergarten in Moabit

Polizei-Taucher entdecken Tatwaffe in der Spree

Täter soll sein Opfer mit Kopfschuss hingerichtet haben

Philippe Debionne_richtig Andreas Kopietz Andreas Klug
Lesezeit 2 Min
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. 

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. 

© Klug.

Auch Oberstaatsanwalt Ralph Knispel, der auch im Bereich der Clan-Kriminalität ermittelt, wurde gesehen. Dies könnte darauf hindeuten, dass es sich um eine Tat aus dem Bereich der organisierten Kriminalität handelt. Laut BZ soll es sich bei dem Opfer um einen aus Tschetschenien stammenden Mann handeln, der von Sicherheitsbehörden als islamistischer Gefährder eingestuft wird. 

Ermittler der Spurensicherung am Tatort im Kleinen Tiergarten in Moabit.

Ermittler der Spurensicherung am Tatort im Kleinen Tiergarten in Moabit.

© Klug

Bereits kurz nach der Tat war die Polizei mit einem Großaufgebot vor Ort, sperrte den Tatort nahe einer Bushaltestelle weiträumig ab. Anschließend kamen die Spezialisten der Spurensicherung zum Einsatz. Um den Leichnam des noch unbekannten Opfers wurde ein blaues Zelt aufgebaut, dann begannen die Männer und Frauen in weißen Anzügen damit, Spuren zu sichern. 

Opfer soll Kopfschuss erlitten haben

Eine Polizistin spricht in Tatortnähe mit einem Passanten. 

Eine Polizistin spricht in Tatortnähe mit einem Passanten. 

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Nach Informationen des KURIER soll bereits kurz nach der Tat ein Mann festgenommen worden sein. Ob es sich bei ihm um den mutmaßlichen Schützen handelt, wurde zunächst nicht gesagt. Offenbar wurde aber eine größere Menge Bargeld bei dem Mann gefunden. Aus Polizeikreisen hieß es, der Mord sei möglicherweise eine Tat im Drogen-Milieu. Am Abend bestätigte die Berliner Generalstaatsanwaltschaft via Twitter, dass eine Person wegen der Tat vorläufig festgenommen worden sei.

Nach weiteren, bislang jedoch unbestätigten Informationen soll der tödlich Verletzte einen Kopfschuss erlitten hatten. Der Täter soll die Waffe, sein Fahrrad sowie seine Kleidung nach dem Schuss in die Spree geworfen haben. Die Gegenstände soll er dem Vernehmen nach mit einem mit Steinen gefüllten Sack beschwert haben.  Am Abend vermeldete die Deutsche Presse-Agentur, dass Taucher der Polizei die Tatwaffe, eine Pistole, am Holsteiner Ufer in der Spree gefunden habe. Das ist nur einige hundert Meter vom Tatort entfernt. Auch das Fahrrad soll dort gefunden worden sein. 

Derzeit seien auch die Kollegen der Wasserschutzpolizei sowie Taucher im Einsatz, teilte die Polizei.

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