Montag in Paderborn?

Was wird aus Herthas Marcel Ndjeng?

Er will sich am Wochenende entscheiden

Wolfgang Heise
Lesezeit 2 Min
Marcel Ndjeng spielte drei Jahre bei Herthas Profis. Jetzt will ihn der Klub in der U23 spielen lassen.

Marcel Ndjeng spielte drei Jahre bei Herthas Profis. Jetzt will ihn der Klub in der U23 spielen lassen.

© imago/Contrast Lizenz

Ndjeng steuert auf sein Karriereende hin. Drei Jahre spielte er bei Hertha. Sein Vertrag läuft in genau zehn Tagen aus. Nicht glänzend, aber immer zuverlässig waren seine Auftritte. Er war Teamplayer, obwohl er als Lieblingsschüler von Ex-Trainer Jos Luhukay galt.

Bei den Blau-Weißen haben das alle registriert. Deswegen bot Manager Michael Preetz dem Mann für die rechte Seite einen Vertrag für die Nachwuchsmannschaft in der Regionalliga an. Ein Jahr davon als Stand-by-Profi. Klappte auch schon vor fünf Jahren mit Publikumsliebling Zecke sehr gut.

Der Deutsch-Kameruner fühlt sich wohl in Berlin. Er ist hier heimisch geworden. Dazu wurde er vor gut zwei Wochen gerade zum ersten Mal Papa. Frau Martina brachte Sohn Navon Enock zur Welt. Alles gute Gründe, sich eine dauerhafte Zukunft in der Hauptstadt aufzubauen.

Ndjengs Berater Gerd vom Bruch (74): „Marcel muss es selbst wissen und mit seiner Familie entscheiden, was das Beste für ihn ist. Ich mische mich da nicht ein.“

Für einen Wechsel sprechen auch einige Dinge. Erst mit 23 Jahren spielte der Defensivspezialist für die rechte Seite in der Zweiten Liga – bei Paderborn. Ein Jahr später spielte er ein Jahr Bundesliga in Bielefeld. So ging es die ganze Profi-Karriere: Mal Oberhaus, mal Liga Zwei. Topverdiener war Ndjeng nie. Für die Altersvorsorge wären zwei weitere Jahre als Profi nicht schlecht. Auch Ndjengs Gesundheit spielt mit. Große Verletzungen hatte er nie, er ist noch topfit.

In Paderborn trifft er auf Luhukays Ex-Assistenten Markus Gellhaus. Marcel mag es, mit alten Bekannten zu arbeiten. Vieles spricht also für einen Umzug nach Ostwestfalen. W. H.

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