Zum Casting durfte jeder zwischen 18 und 60 Jahren kommen – Hauptsache attraktive Hufe. Das Gesicht blieb beim Nebensache, schließlich setzt man sich die Latschen nicht auf den Kopf.
„Zeigt her eure Füße“ war das Motto des Castings, bei dem von 12 bis 19 Uhr rund 100 Berliner mitmachten.
Jedes Model musste vor der kritischen Jury einen Fußstrip hinlegen und Schuhe sowie Socken ausziehen. Mehrere Sandalen-Experten begutachteten Zehen und Nägel der Kandidaten.
„Wichtig ist, dass die Füße gepflegt sind“, verriet Marken-Eventmanagerin Svenja Linn dem KURIER. „Wir suchen Leute für Shootings, Fashionshows und Shoperöffnungen.“
Bis nach New York kann die Reise für Berliner mit schönen Füßen gehen. Viele Kandidaten dopten ihre Füße deshalb mit Nagellack.
„Ich habe mir heute die Nägel lackiert und meine Füße gut gepflegt“, sagte Tänzerin Evita.
Frank (30) aus Friedrichshain verzichtete auf Bemalung. „Ich hab’ mich geduscht. Mit meinen Füßen habe ich aber nichts Besonderes gemacht.“
Die Modelfüße erwartet nach erfolgreichem Casting ein bequemer Job. „Unsere Absätze sind maximal vier Zentimeter hoch“, sagte Linn. „Bei uns gibt es keine hohen Hacken und damit auch keine wehen Füße.“
Wer Berlins Superfüßchen wird und die Kult-Kork-Sandalen auf dem Laufsteg tragen darf, entscheidet sich in den nächsten Wochen.
Bis dahin steckt zumindest Model Elisabeth ihre Füße wieder in „High Heels mit bis zu 16 Zentimetern Absatz“.
Wie dem auch sei, Hauptsache keine Tennissocken in den Latschen.
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