Der Tyrann aus Tschetschenien

Mann wegen häuslicher Gewalt vor Gericht

Yunadi A. soll seine Frau geschlagen und vergewaltigt haben.

Kerstin Rebien
Lesezeit 2 Min
Keine Lust auf Kameras: Yunadi A. verdeckt sein Gesicht.

Keine Lust auf Kameras: Yunadi A. verdeckt sein Gesicht.

© KURIER

Häusliche Gewalt lautet die Anklage gegen Yunadi A.

Der Mann aus Tschetschenien nun vor Gericht. Er grinste, als die Anklage verlesen wurde. Für Jana (Name geändert) war er ein völlig Fremder, als sie nach islamischem Recht heirateten. Die Staatsanwältin: „Auf Wunsch ihrer Eltern.“

Häusliche Gewalt laut Anklage von Anfang an. Schläge mit einem Holzstück habe es gesetzt, „weil sie mit der linken Hand – anstatt mit der rechten wie für Muslime vorgesehen – aus einer Cola-Flasche getrunken hatte“. Er verbot ihr, Musik zu hören, zu malen. Er zwang sie zum Sex: „Wer bist du überhaupt, dass du Nein sagst!“

Eine Rentnerin rettete die Frau vor dem Tyrannen

Sie waren zehn Wochen verheiratet und lebten in einem Zimmer bei seinen Eltern in Spandau, als Jana verzweifelt bei einer Rentnerin klingelte. Magdalena S. (83): „Es war 22 Uhr, als sie zitternd vor dem Haus stand.“ Sie kannte die Seniorin nicht: „Sie hatte wohl Licht gesehen.“ Die Rentnerin ließ die ihr fremde Frau in den Hausflur. Magdalena S.: „Sie war völlig verängstigt und abgehetzt.“ Immer wieder habe die Frau panisch gerufen: „Mann mit Messer!“

Die Rentnerin: „Ich zog sie in den Flur und verriegelte die Tür.“ Die junge Frau habe auf ihre Beine gezeigt: „Mann hat getreten, geschlagen.“ Einen Schleier habe sie aus der Tasche geholt: „Ich soll tragen!“

Anja verkroch sich hinter der Treppe. Die Rentnerin fragte: „Soll ich Polizei holen?“ Anja nickte. Beamte brachten sie in ein Krankenhaus, dann an einen sicheren Ort. Für Yunadi A. klickten die Handschellen. Nun schwieg er. Geprüft wird, ob er auf Dauer in die geschlossene Psychiatrie muss. Fortsetzung: Donnerstag.

KE  

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