Mit dem Krückstock wollte sie Kind angeblich nur zeigen, wie man fechtet

Oma Else (80): Geständnis rettet sie vor Strafe

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Moabit - Mit Krückstock und rosa Schirmmütze saß Oma Else (80) vorm Richter und gab Kontra: "Lüge! Ich habe kein Kind geschlagen." Was in den Akten steht, hörte sich zwar anders an. Am Ende konnte Oma Else aber lachen: Sie blieb unbestraft.Der Krückstock wurde zum "gefährlichen Werkzeug", hieß es in der Anklage. Else M. soll ihn gehoben, Ben (5, Namen geändert) getroffen haben. Die Szene spielte sich an der Landsberger Allee (Lichtenberg) ab. Oma Else und Gatte (75) saßen am Imbiss beim Bierchen (die Polizei ermittelte später 1,45 Promille), auf dem Spielplatz nebenan tobten Kinder.Oma Else nun mit Unschulds-Arie: "Da bekämpften sich zwei Jungs, jeder mit Knüppel, sah böse aus." Sie behauptete: "Die Mütter saßen auf einer Bank, passten nicht auf. Deshalb ging ich dazwischen."Der Richter: "Mit Schlägen?" Die Oma: "Natürlich nicht. Ein Junge rannte weg, der Kleinere blieb." Dem habe sie Nachhilfe angeboten: "Oma zeigt dir mal, wie Fechten geht." Weil der Richter irritiert guckte, sprang sie auf: "Ich demonstriere mal." Schon wirbelte die Krücke durch die Luft: "So und so."Fakt ist: Ben wurde leicht verletzt (Rötung am Rücken). Drei Kinder hatten die Oma früher belastet. Aussagen vor Gericht wollte ihnen der Richter ersparen, brauchte dafür aber ein Geständnis, baute Brücken: "Könnten Sie den Jungen ohne Absicht getroffen trafen?" Sie lenkte ein: "Ja." Wegen geringer Schuld Verfahren eingestellt.------------------------------

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