Mister Sexy?

SPD-Politiker auf Stimmenfang im Dating-Portal

Alexander Freier-Winterwerb (29) aus Alt-Treptow wirbt für sich auf „Tinder“

Nicole Schulze
Lesezeit 2 Min
Alexander Freier-Winterwerb kandidiert für die Bezirksverordnetenversammlung.

Alexander Freier-Winterwerb kandidiert für die Bezirksverordnetenversammlung.

© dpa

Die meisten Nutzer sind bei „Tinder“, um ein schnelles Abenteuer zu finden. Die App zeigt einem andere Menschen auf der Suche an, oftmals befinden sie sich in unmittelbarer Nähe zu einem selbst. Wischt man deren Foto nach links weg, heißt das: Kein Interesse. Wischt man es nach rechts – und der andere tut es einem gleich – gibt es ein sogenanntes Match (Treffer). Erkennbar an einem Herzchen. Alsbald kann das Flirten losgehen.

„Ob das anständig ist, interessiert mich nicht. Ich bin mit keiner Moralkeule unterwegs“, so Alexander Freier-Winterwerb, der bei der Abgeordnetenhauswahl er in Treptow-Köpenick wiedergewählt werden möchte. „Viele junge Leute interessieren sich nicht für Politik“, weiß Freier-Winterwerb. Darum hat er einen Teil seines Wahlkampfes dorthin verlagert, wo junge Menschen sich aufhalten! Aufs Smartphone.

Die Tinder-Idee entstand spontan, in einer Pizzeria. „Mein Partner war auch einverstanden“, sagt der Lehramtsstudent. Das war vor drei Wochen. Mittlerweile hat er mehr als 500 Match-Herzchen „gesammelt“ – und nur positive Erfahrungen. Auf Wahlplakate druckt der Alt-Treptower seine Handynummer, um zu zeigen, dass er wirklich immer da ist für die Bürger. nic

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