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„Priester haben kleine Jungen und Mädchen vergewaltigt und die Männer Gottes, die für sie verantwortlich gewesen wären, haben nicht nur nichts getan – sie haben alles versteckt“, heißt es in dem Bericht, den der Generalstaatsanwalt von Pennsylvania, Josh Shapiro, am Dienstag vorlegte. „Die Kirche hat ihre Institutionen geschützt – kostete es, was es wolle.“
Die Vorwürfe erstrecken sich auf sechs der acht Diözesen in Pennsylvania. Etwa tausend Opfer seien identifiziert worden, Shapiro geht von tausenden aus. Viele von ihnen, so glaubt er, hätten es nicht gewagt, über den Missbrauch zu berichten.
Robert Mizic wurde als Zwölfjähriger missbraucht.
© AP
Robert Mizic war zwölf Jahre alt, als er von einem Priester missbraucht wurde. „Mir wurde meine Pubertät genommen, mein Leben gestohlen“, sagte der heute 47-Jährige. Damit umzugehen, sei sehr schwierig, berichtete eine Frau, die wie ihre vier Schwestern als Kind Opfer eines Priesters wurde. „Es ist sehr einsam. Vor allem, wenn dein Wort gegen das Wort Gottes steht.“ Ein anderes Opfer, ein heute 83 -jähriger Mann fragte: „Wer hätte mir denn geglaubt?“
Der Erzbischof von Washington und frühere Bischof von Pittsburgh in Pennsylvania, Donald Wuerl, hatte bereits am Montag in einem Brief an den Klerus davor gewarnt, der Bericht werde „grundlegend erschreckend“ sein. „Der Report wird eine Erinnerung an schwere Verfehlungen sein, die die Kirche anerkennen muss und für die sie um Vergebung bitten muss.“ Er widersprach jedoch der Darstellung, die Kirche habe nichts gegen die Vorkommnisse unternommen.
Generalstaatsanwalt Shapiro sprach dagegen von einer „jahrzehntelangen Vertuschung“ durch ranghohe Kirchenobere in Pennsylvania und bis in den Vatikan. Dies habe dazu geführt, dass kaum einer der Fälle heute noch strafrechtlich verfolgt werden könne – fast alle der Taten seien verjährt.
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