Vollbart und Kleidung ungepflegt, zum Reden kaum Lust. So wirkte W. vor Gericht. Er war einst als Schausteller auf Mittelaltermärkten tätig. Ein Weltenbummler, der bis vor zwei Jahren in Frankreich lebte. Heimweh nach der Familie brachte ihn zurück. Für den kleinen Tom wurde W. zur Katastrophe.
Er wohnte in Hellersdorf Tür an Tür mit seiner Cousine (26). Die Verwandtschaft hatte ihn unterstützt, weil ihm sein neuer Arbeitgeber keinen Lohn zahlte. Die Familie vertraute dem Weltenbummler. Tom hatte keine Angst. W. ging mit ihm ins Schwimmbad, sprang mal am Abend als Babysitter ein. Doch nachts vergewaltigte er Tom.
Fünf Fälle von Analverkehr. Marcel W. schob es einfach auf Suff: „Hatte immer eine Flasche Whisky getrunken.“ Die Cousine konterte: „Ich habe ihm das Beste anvertraut, das es in meinem Leben gibt. Das hätte ich nicht getan, hätte er getrunken.“
Als sie mit Tom kuscheln wollte, hielt es der Kleine nicht mehr aus: „Marcel kuschelt auch mit mir, aber anders, ich darf es dir nicht sagen.“ Entsetzt rief sie die Polizei. Toms Seele ist krank. Die Mutter: „Er baute in seinem Zimmer eine Falle für böse Menschen, schreit nachts.“ Fortsetzung: Donnerstag. KE.
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