Ilse Aigner hat es nicht leicht. Gemessen an ihrer zupackenden Vorvorgängerin Renate Künast wirkt die zögerliche CSU-Frau allzu oft als Fehlbesetzung im Amt der Bundesverbraucherschutzministerin.Bei der Ampel für Lebensmittel bremste sie ganz im Sinne der deutschen Lebensmittellobby auf EU-Ebene. Ihr Projekt eines Internet-Prangers für Etikettenschwindel in der Wirtschaft wird gerade von der Industrie zerschossen. Auch jetzt, da den Deutschen der Appetit am Dioxin-Frühstücksei vergeht, möchte sie erstmal abwarten und beobachten. Sie wundert sich sogar, wie es denn sein kann, dass ein und derselbe Betrieb gleichzeitig giftige Industriefette und Fette für Hühner-Legebatterien vertreiben darf. Es gibt offenbar viel zu viele Schwachstellen bei der Produktion unserer Nahrungsmittel. Sie fliegen nur auf, wenn die Selbstkontrolle durch die Agrarindustrie mal wieder versagt - wie jetzt in Niedersachsen, dem Land, in dem eine notorische Putenmästerin Agrarministerin werden konnte. Aigner sollte jetzt die Dioxin-Gefahr im Ei im Schnellverfahren mit den Ländern stoppen - und sich endlich voll auf die Seite der Verbraucher schlagen.------------------------------Zitat: "Aigner wirkt wie eine Fehlbesetzung"
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com