Ganz schön! Der Mindestlohn kostet Kunden bares Geld. Für jeden Kilometer müssen sie in Berliner Taxen jetzt bei Fahrten bis zu 7 Kilometern künftig 2 Euro berappen. Bisher waren es 1,79 Euro.
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Bei der Friseur-Kette Klier im Einkaufscenter Alexa arbeitet Ulrike Herzfeld (31). Deutliche Preissprünge gab es bereits 2014. „Bei uns kostet ab der Lohnsteigerung zum 1. August der Damen-Haarschnitt weiter 36 Euro, Männer zahlen immer noch 23 Euro .“
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„Ich halte eine Preiserhöhung wegen Mindestlohn für Quatsch“, meint David Rahimov (28). Der Facility Manager spürt keinen merklichen Anstieg. Eine bessere Bezahlung für Angestellte findet er gut, aber: „Unternehmen nutzen solche Vorwände gezielt aus, um an der Preisschraube zu drehen.“
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„Man merkt den Mindestlohn vor allem beim Bäcker, bei den Wäschereien oder beim Frisör“, ist sich Dennis Gebhardt (44) sicher. Auch wenn es dabei nur Centbeträge sind. „Sobald der Kurs des Euro wieder hoch geht, werden wir die erhöhten Preise erst richtig zu spüren bekommen.“
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„Der Mindestlohn ist für uns glücklicherweise keine Problem geworden“, sagt Armin Schneider, Pinguin Textilpflege. Im nächsten halben Jahr werden wir inflationsbedingt voraussichtlich die Preise um 2 bis 3 Prozent anheben müssen. Das ist aber kein so großer Schritt.“
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„Man merkt den Mindestlohn vor allem beim Bäcker, bei den Wäschereien oder beim Frisör“ , ist sich Dennis Gebhardt (44) sicher. Auch wenn es dabei nur Centbeträge sind. „Sobald der Kurs des Euro wieder hoch geht, werden wir die erhöhten Preise erst richtig zu spüren bekommen.“
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Seit Januar ist in den meisten Branchen Mindestlohn Pflicht. 3,7 Millionen deutsche Beschäftigte profitieren. Wie teuer wird der Mindestlohn – das fragte der KURIER vor einem Jahr.
Jetzt die ersten Ergebnisse: Zuerst führte er beim Spargel zu höheren Preisen. Obwohl ostdeutsche Bauern bis 2017 nur 7,20 Euro zahlen.
Aber Jürgen Jakobs aus Beelitz und Kollegen haben Glück: „Die Verbraucher sind bereit, 30 bis 50 Cent mehr zu zahlen.“ Bei Erdbeeren müssen die Verbraucher die gestiegenen Personalkosten selbst schultern.
Großhändler Markus Schneider: „Die Lohnkosten sind pro 500-Gramm-Schale um neun bis zehn Cent gestiegen.“
Mit rund 30 Prozent ist der Anteil der vom Mindestlohn betroffenen Betriebe im Gastgewerbe besonders hoch. Trotzdem kein Problem in Berlin.
Eugen Koplyan (36) machte sein Angebot im Restaurant Ephraim’s Nikolaiviertel einfach billiger.
„Zum Beispiel mit Reis- oder Bratwurstpfanne von 9 bis 13 Euro.“ Ungerecht findet er aber, ungelernten Kräften 8,50 Euro zu zahlen. „Das ist unfair gegenüber gelernten Kräften, die auch nicht viel mehr Geld kriegen können.“
Nicht beim Lohn sieht Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges das Hauptproblem der 14.000 Berliner Restaurants. „Für die meisten stellen die 8,50 Euro und die damit verbundenen Personalkostensteigerungen kein Problem dar.“
Sie kritisiert zu viel Bürokratie, zu kurze Arbeitszeiten mit acht Stunden pro Tag. Vor allem Minijobber leiden.
Im gewerblichen Bereich ging die Zahl der Beschäftigten im ersten Quartal um 3,5 Prozent auf 6,6 Millionen zurück. Meist betroffen sind ostdeutsche Arbeitnehmer im Handel und verarbeitenden Gewerbe, Rentner und Studenten.
Wirtschaftsinstitute sagten einen Rückgang um 220.000 Minijobs voraus, aber 50.000 neue sozialversicherungspflichtige Stellen.
Auch die Gewerkschaften: DGB-Vorstand Stefan Körzell betonte, gerade in Dienstleistungsbereichen seien reguläre Stellen neu entstanden.
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