Mimi Müller-Westernhagen

Vom Playboy-Bunny zum Pop-Star

Der Schatten, den ein Vater wie Marius Müller-Westernhagen (62) wirft, kann übermächtig sein. Mimi (24) schrieb mit sieben Jahren sie ihren ersten Song, tingelte mit einer Punkband durch die Clubs. Und sie zog sich aus.

BK
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Der Schatten, den ein Vater wie Marius Müller-Westernhagen (62) wirft, kann übermächtig sein. Mimi (24) lernte früh anders zu sein, aufzufallen. Schon mit sieben Jahren schrieb sie ihren ersten Song, sie tingelte mit einer Punkband durch die Clubs. Und sie zog sich aus. Für den „Playboy“. Vater Marius war natürlich dagegen. „Es gibt wohl keine Eltern, die die Idee toll finden, dass sich ihre Tochter der Welt nackt zeigt“, sagt Mimi.

Inzwischen hat der große Westernhagen aber wieder seinen Frieden mit der kleinen Mimi gemacht. Es macht ihn stolz, wie hart sie an ihrer Musikkarriere arbeitet. „Disziplin und Arbeitsethos hat sie von mir“, sagt Marius Müller-Westernhagen und fügt hinzu. „Was sie nicht von mir hat: Aufmerksamkeit hat mir nie viel bedeutet“ – und spielt damit wieder auf die Nacktfotos von 2009 an.

Aufgewachsen ist Mimi (heißt eigentlich Sarah) in London. Bei der Mutter, die sich schon kurz nach der Geburt der Tochter von Marius trennte. Heute hat Mimi wie der Vater einen Vertrag mit der Hamburger Plattenfirma Warner und wohnt auch in der Hansestadt.

„Road to last night“ heißt ihr erstes Album. Zerbrechlicher, grooviger Songwriter-Pop, der manchmal an Tori Amos erinnert. Der Vater war beim ersten Hören überrascht, weil er nicht diese Musik erwartet hätte. Doch er mag es: „Er freut sich, dass ich, wie er, Rock spiele.“

Die Lieder dieses Albums singt Mimi heute ab 21 Uhr im Comet Club (Falkensteinstraße 47/ Kreuzberg). Papa Marius will auch vorbei schauen.

STH

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