Nach Ansicht des Gerichts war Aleksi H. am Überfall auf ein Goldgeschäft in der Budapester Straße in Tiergarten am 22. Oktober des vergangenen Jahres beteiligt: Der 24-Jährige fuhr das Fluchtauto. Er hat im Prozess ein umfassendes Geständnis abgelegt. Von der Beute in Höhe von 1.064.954,64 Euro fehlt allerdings bis heute jede Spur.
Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft für H. eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und neun Monaten gefordert. Der Verteidiger des Mannes plädierte für eine Haftstrafe von höchsten vier Jahren. Zudem beantragte er, den Haftbefehl gegen seinen Mandanten außer Vollzug zu setzen.
Damals hatten zwei Täter den Laden überfallen, den Angestellten mit einer Waffe bedroht und mit Schlägen gezwungen, elf Tresore im Keller zu öffnen. Die Männer erbeuteten Gold im Wert von mehr als einer Million Euro. Die Beute fehlt bis heute.
Der Angeklagte hatte in seinem letzten Wort noch einmal betont, dass ihm die Tat leid tue. Er bat das Gericht, ihm noch einmal die Chance zu geben, sich menschlich und sportlich weiterzuentwickeln. Er habe sich wieder auf die wichtigen Lebensziele besonnen.
Das Verfahren gegen einen zunächst mitangeklagten 30-jährigen Mann war zuvor abgetrennt und ausgesetzt worden. Der Fitnesstrainer Husam M. hatte im Rahmen einer Verständigung das vom Gericht angebotene Strafmaß nicht angenommen, sein Verteidiger deswegen die Abtrennung des Verfahrens beantragt. Da die Kammer nun in eine Urlaubspause eintritt und damit die Frist für einen neuen Termin nicht einhalten kann, wird das Verfahren gegen Husam M. am 24. Juli neu starten.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com