Der Ex-Soldat mit hängenden Schultern: „Ich stelle das nicht in Abrede, kann mich aber nicht erinnern.“ Er habe keine rechte Gesinnung. Sven A. (Name geändert): „Ich hatte ein Alkohol-Problem.“
Unter keinen Umständen geduldet
Das Ende seiner Soldaten-Karriere im Oktober 2017. Nach einem Kompaniefest mit Schwein am Spieß quatschte er im Suff Kameraden voll.
Die wollten ihn abwimmeln: „Lass gut sein, geh.“ Da verabschiedete er sich mit Nazi-Gruß. Doch keiner empfand das als Witz. Oberstabsgefreiter P. (27): „So etwas hat gerade bei der Bundeswehr nichts zu suchen.“ Sie nahmen es nicht hin. P.: „A. ist vorher aber nie rechtsradikal aufgefallen.“
„Noch kein fertiger Erwachsener“
Mit 18 hatte er stolz die Uniform angezogen. Grundwehrdienst in Schleswig-Holstein, dann nach Berlin. Sein erster Fehltritt: „Bin unter Promille in ein falsches Haus.“ Als Dieb bekam er 3000 Euro Strafe.
Fünf Monate später der Neonazi-Auftritt. Der Ex-Soldat: „Der Satz ist nicht zu entschuldigen, ein Ausrutscher.“ Jetzt sei er Postzusteller, habe eine Therapie hinter sich.
Weil A. „noch kein fertiger Erwachsener“ sei, entschied der Richter milde: Verfahren wegen Verbreitens von verfassungswidrigen Kennzeichen gegen Zahlung von 400 Euro an einen jüdischen Kindergarten eingestellt.
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