Es heißt ja gern, dass Menschen mit mangelnden Deutsch-Kenntnissen es schwer haben, hierzulande einen Job zu landen. Das ist Quatsch.
Es gibt ja immer noch diese Typen (häufig in Führungspositionen), die Sachen sagen wie: „Heute will ich nix pitchen, ich will insights. Okay, Leute, ich bin im Listening Mode.“ Das ist dann der Moment, in dem man sich wünscht, dass Leute mit mangelnden Deutsch-Kenntnissen es schwer hätten, einen Job zu finden.
Der Denglisch-Satz heißt soviel wie: „Ich bin zwar Boss, hab aber keine Einfälle und brauch jetzt ein paar geile Ideen“. Die Antwort wäre natürlich: Pitch dich selbst, dann pitched dich Gott!
Oder sie sagen: „Jennifer hat den Lead. Wenn sie damit fein ist, sind wir agreed“. Zu deutsch: Jennifer muss dazu ja sagen, dann klappt das schon. Besonders prägnant: „Lunch is for Losers, und wenn die Expression nicht clear genug war, müssen wir eben die Abschiedstoleranz im Team liften“. Klartext: Wer Mittag isst, fliegt raus.
An der Stelle freue ich mich, wenn die Migrantenkultur in den Chefetagen ankommt. Dann wird dort wieder deutsch gesprochen. Statt: „Heute will ich insights. Okay, Leute, ich bin im Listening Mode“. Heißt es dann: „Eh, guckssu? Brauch isch Geisterblitz!“
Statt: „Jennifer hat den Lead. Wenn sie damit fein ist, sind wir agreed“. Sagt man: „Jennifer, sie ist Bitch so, aber voll krass wichtig. Und wenn sie so, ey, yallah, dann geht was, vastessu?!“
Vor allem hört man nie mehr: „Lunch is for Losers, und wenn die Expression nicht clear genug war, müssen wir eben die Abschiedstoleranz im Team liften“. Nur noch: „Gehssu Döner, fliegssu raus!“
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com