Mieterräte

Wie viel Mietbestimmung soll es sein, liebe Berliner?

Seit dem 5.8. wird gewählt! Und zwar nicht irgendeine Partei, sondern die Mieterräte.

Erik Baumgärtel
Lesezeit 2 Min

Doch wie begeistert sind Berliner Mieter von dem Modell? Die KURIER-Umfrage ergab: Viele haben bereits für einen Kandidaten gestimmt. Einige, weil sie es als Pflicht ansehen zu wählen. Andere, weil sie hoffen, dass ihre Mieterinteressen stärker durchgesetzt werden.

„Verbotsschilder gegen Hundekot auf der Wiese“

Uta (53)

Uta (53)

© Gudath

„Ich würde mir Verbotsschilder gegen den Hundekot auf unseren Grünanlagen wünschen. Außerdem müsste es mehr Kontrolleure geben, die die Hundehalter bei Verstoß heranziehen“, sagt Uta (53). Die Produktionshelferin aus Mitte ist total glücklich, dass nun endlich für Mieter Räte eingerichtet wurden. Sie hat mit ihrem Mann bereits gewählt. 

„Ich wähle, weil ich es als Mieterpflicht sehe“

Dieter (61)

Dieter (61)

© Gudath

Dieter (61) fühlt sich in seinem Zuhause pudelwohl und hat auch soweit nichts zu beanstanden. „Ich habe trotzdem für einen Kandidaten gestimmt. Wählen tue ich, weil ich es als meine Pflicht als Mieter sehe.“ Der Rentner freut sich über das neue System der Mieterräte. „Ich glaube, dass so unsere Rechte besser durchgesetzt werden.“

„Bezahlbare Wohnungen für Azubis“

Charli (21) 

Charli (21) 

© Gudath

„Ich würde mir von den Wohnungsgesellschaften mehr Angebote für bezahlbaren Wohnraum wünschen. Gerade für junge Leute in der Ausbildung“, sagt Charli (21) aus Ahrensfelde. Sie hat schon zusammen mit ihrer Mutter gewählt. „Ich wünsche mir von den Mieterräten eine hohe Durchschlagskraft. Bei der nächsten Wahl könnte ich mir vorstellen, selber zu kandidieren.“

„Häuser benötigen mehr Kamera-Überwachung“

Tawger aus Mitte hat einen konkreten Wunsch: „Ich möchte mehr Security und Kamera-Überwachung in den Treppenhäusern.“ Seine Begründung: „Bei uns wird immer öfter im Hausflur geraucht, es wird in den Fahrstuhl uriniert und im Keller konsumieren einige Drogen.“ Zusammen mit den Eltern will der 18-Jährige heute noch seine Stimme abgeben.

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