Miese Leistung!

Hertha: Jetzt droht Raffa-Zoff

Wieder nicht in der Startelf. Raffaels Berater will dringend mit Preetz und Babbel reden.

W. Heise
Lesezeit 2 Min
Turban auf dem Kopf, leerer Blick: Raffael ist enttäuscht.

Turban auf dem Kopf, leerer Blick: Raffael ist enttäuscht.

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Der sensible Brasilianer blieb gestern beim Auslaufen in der Kabine. Sein Schädel brummte noch ein bisschen wegen seiner Platzwunde, die er zehn Minuten nach seiner Einwechslung in der zweiten Halbzeit erlitt. Mit vier Stichen wurde seine Kopfhaut genäht. Raffa ließ ausrichten: „Mir geht es gut. Das ist nicht weiter schlimm.“

Die Kopfschmerzen sind für den Super-Techniker wirklich nur eine Nebensache. Raffael leidet seit Wochen an Seelenschmerzen, weil er von Trainer Markus Babbel nicht in die Stammelf berufen wurde. Nach außen macht Raffa gute Miene zum bösen Spiel und erklärt immer wieder: „Ich bin Teamplayer. Ich spiele, wenn es der Trainer sagt.“

Doch in ihm brodelt es. Raffas Berater Dino Lamberti: „Ich habe kein gutes Gefühl. Raffael ist total verunsichert über seine Rolle. Er ist Südamerikaner, mit ihm muss man behutsam umgehen.“

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Nürnbergs Timothy Chandler (l.) im Zweikampf mit Herthas Tunay Torun.

Nürnbergs Timothy Chandler (l.) im Zweikampf mit Herthas Tunay Torun.

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Da war's passiert:

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Kraft geschlagen

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Auch Herthinho konnte Raffael nicht trösten.

Auch Herthinho konnte Raffael nicht trösten.

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Vor dreieinhalb Jahren wurde Raffa für 4,35 Millionen Euro Ablöse vom FC Zürich geholt. Er war der unumstrittene Star im Team. Er war es auch, der als Erster nach dem Abstieg sagte: „Ich bleibe bei Hertha!“

Doch unter Babbel fand er sich in der Rückrunde der vergangenen Saison immer öfter auf der Bank wieder. Nur elf Einsätze von Beginn an. Vertrauen sieht anders aus. Der Druck und die harte Kritik schreckt Raffael immer mehr ab, so dass er zunehmend verkrampft. Dabei braucht dieses Team doch gerade einen Ausnahmekönner wie Raffa, der mit einem Geniestreich ein Spiel alleine gewinnen kann.

Lamberti versteht das alles nicht mehr: „Ich werde Donnerstag nach Berlin kommen, mit Babbel und Manager Michael Preetz reden, wie es weitergehen soll.“ Selbst ein Vereinswechsel bis Ende August (dann ist Transferschluss) ist nicht mehr ausgeschlossen.

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