Miese Ernte dank Mega-Sommer

Pilz-Fans müssen länger suchen

Na, haben Sie in diesem Jahr schon einen Pilz gefunden? Dann gehören Sie zu einer seltenen Spezies – zu den glücklichen Pilzsammlern! Fans der Wald-Früchte müssen leider sehr genau hinschauen, denn der Mega-Sommer verhagelt die Ernte.

Florian Thalmann
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Nach dem heißen und trockenen Wetter gestaltet sich die Suche in diesem Jahr schwieriger. „Insgesamt sind die Erträge noch nicht gut und auch regional sehr unterschiedlich“, sagte Wolfgang Bivour, Vorsitzender des Landesverbandes der Pilzsachverständigen. Das Wachstum der Pilze wurde durch die Hitze und den vielerorts ausbleibenden Regen deutlich gedrosselt. Experten warten nun voller Sehnsucht auf einen freundlichen Herbst. „Wir hoffen auf richtiges Pilzwetter: regnerisch und nicht zu kalt“, sagt Bivour.

Dann könnten auch die Pilze sprießen. In Berlin und Brandenburg gehören die Marone und der Steinpilz zu den beliebtesten Arten – aber auch Pfifferlinge, Champignons, Birkenpilze und Rotkappen sind bekannt und können vielerorts gefunden werden. Zu den beliebtesten Sammelgebieten in Berlin zählen der Grunewald, die Müggelberge und der Eiskeller im Spandauer Forst. Als Geheimtipps gelten auch unter Berlins Sammlern Regionen im Umland – wie die Gegend um Falkensee, die Rauener Berge nahe Erkner oder das große Gebiet zwischen Wendisch Rietz und Beeskow.

Wer sich nicht sicher ist, ob die eigene Ernte auch wirklich genießbar ist, kann sich auch in diesem Jahr an eine Pilzberatungsstelle wenden. Im Botanischen Garten in Dahlem wird der Service derzeit jeden Montag von 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr und jeden Freitag von 15.30 Uhr bis 17 Uhr angeboten. Die Nachfrage kann sich lohnen – immerhin gibt es in Berlin und Brandenburg rund 4000 Pilzarten – davon sind nur 40 essbar, etwa 60 sogar giftig. FTH

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