Mühlenfeld unterschrieb den Aufhebungsvertrag
So viel Abfindung erhält Lütke Daldrups Vorgänger Karsten Mühlenfeld, der gehen musste, weil er BER-Projektleiter Jörg Marks ohne Rücksprache freigestellt hatte. Der 53-Jährige bekommt sein Gehalt bis Ende des Jahres weiter, das Geld für 2018 zum Teil. Es hätte noch teurer werden können. Denn der geschasste Chef (jährliche Bezüge: fast eine halbe Million Euro) besaß einen Vertrag bis 2020. Wäre es zu einem Gerichtsverfahren gekommen, hätte er Chancen gehabt, mit 1,5 Millionen Euro zu gehen. Doch das ist nun ausgeschlossen: Am Sonntag unterschrieb Mühlenfeld den Aufhebungsvertrag.
Immerhin: Der neue Flughafenchef kommt dem Staatsunternehmen FBB nicht so teuer zu stehen wie sein Vorgänger. Lütke Daldrup erhält weniger Geld, hieß es am Dienstag. Für pensionierte Bundesbeamte wie ihn gebe es eine Deckelung. Vor Lütke Daldrups Wahl im Aufsichtsrat ging es am Montag längst nicht so einvernehmlich zu, wie dies später dargestellt wurde. „Die Vertreter des Bundes wollten gegen ihn stimmen“, hieß es im Umfeld des Gremiums. Manager aus der Wirtschaft hätten sich beworben, erst sollte mit ihnen gesprochen werden, so der Bund.
Grünes Licht für Lütke Daldrup
Michael Müller (SPD) hatte mit möglichen Kandidaten aus der Wirtschaft gesprochen – und sich stets einen Korb geholt. Doch offenbar wurden aus Zeitdruck nicht alle Chancen ausgelotet. Beim Bund hätten sich Interessenten gemeldet, wurde in Aufsichtsratskreisen berichtet. „Sie kamen zum Teil aus der Luftfahrtbranche“, hieß es. Erst nach Rücksprache mit ihren Ministern gaben die Bundesvertreter grünes Licht für Lütke Daldrup. Der neue Chef kündigte an, dass er bis zum Sommer einen Zeitplan bis zur BER-Eröffnung vorlegen will.
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