Messi, Neymar und Suarez

Wie geil macht Barca das Finale?

Berlin hofft auf die große Zaubershow des Dreizacks.

Mathias Bunkus
Lesezeit 2 Min
Aus dem Mega-Sturm-Trio ragte Lionel Messi mit 58 Saisontreffern sogar noch heraus.

Aus dem Mega-Sturm-Trio ragte Lionel Messi mit 58 Saisontreffern sogar noch heraus.

© imago/Xinhua Lizenz

„Von welchem Planeten kommst du zu uns?“, jubelte ein spanischer TV-Reporter 2007 beim Spiel gegen Getafe. Als der 19-jährige Langhaarträger – wie einst Maradona im WM-Viertelfinale 1986 gegen England – die Gegenspieler zu Slalomstangen degradierte. Eine exakte Kopie! Und ganz artig widmete er diese Kopie dem großen Vorbild, dem göttlichen Diego.

Doch neben diesem vermeintlich Außerirdischen haben die Katalanen ja noch zwei weitere außergewöhnliche Irdische in ihren Reihen. Brasiliens Hoffnungsträger Neymar und der bissige Luis Suarez aus Uruguay. 150 Millionen Euro ließen die Barca-Bosse es sich kosten, Messi die geeigneten Zuträger zuzuteilen.

Gerade eben hat das Trio infernale die Torbestmarke der Herren Cristiano Ronaldo, Gonzalo Higuain und Karim Benzema überboten. 118 Treffer ballerten die Königlichen in der Spielzeit 2011/12. Das Barca-Trio hat 120 Buden geschafft. Und noch ein Spiel vor sich Samstagabend …

Nicht das erste Mal, dass in Barcelona versucht worden ist, Messi geeignete Spielpartner zuteilwerden zu lassen. Nur zur Erinnerung: da war einst ein Samuel Eto’o. Oder ein Zlatan Ibrahimovic. Doch der war mehr ein Ego-Shooter neben dem sensiblen Argentinier. Ihre Kräfte potenzierten sich nicht. Eher so im Gegenteil. Ein David Villa mochte sich nicht einreihen. Mit einem Thierry Henry hätte es klappen können. Doch der kam in die Jahre und Messi musste erst reifen. Erst jetzt, scheint es, ist die perfekte Mischung gefunden.

Berlin ist heiß auf das Finale. Auf die ultimative Messi-Show. Und der Schwarzhandel blüht um das seit Wochen ausverkaufte Olympiastadion. Bis zu 15 000 Euro sollen Tickets der teuersten Kategorie derzeit kosten.

Barcas eilige Dreifaltigkeit, auch als der katalanische Dreizack „El tridente“ bekannt, ist in aller Munde. Und manch einer mag nicht mal genau wissen, wie der aktuelle Trainer der Blaugranas heißt. Das ist niemand Geringerer als der 62-fache spanische Nationalspieler Luis Enrique, der als Kicker mit Real und eben Barca drei Mal die Meisterschaft gewann. Und der 45-Jährige schickt sich gerade an, in seiner ersten Saison mit Barcelona das Triple zu holen. Was den Katalanen zuletzt 2009 unter einem gewissen Pep Guardiola gelang – und außerdem zuvor nur fünf anderen Klubs in Europa.

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