Die fast tödliche Messerattacke auf einem Freund der „Jennifer Rostock“-Sängerin Jennifer Weist (28) hatte die Diskussion über die neue Gewaltwelle in den Party-Kiezen ausgelöst (KURIER berichtete). Nachdem auch weitere Touristen ausgeraubt wurden, zeigt nun die Polizei vor dem RAW-Gelände deutlich noch mehr Präsenz.
Weil die Personalkapazitäten der zuständigen Polizei-Direktion nicht ausreichen, fordert CDU-Innenexperte Trapp, die Zahl der Ordnungshüter aufzustocken, mehr Zivilfahnder einzusetzen. „Um die Gewalt im Kiez einzudämmen, sollte man ihn zur Messerverbotszone, wie es sie in Bremen gibt, erklären“, sagt der Politiker dem KURIER.
Bremen hat seit 2009 eine Waffenverbotszone in der sogenannten „Disko-Meile“ am Hauptbahnhof. Verbotsschilder erklären, dass dort das Tragen von Schusswaffen, Stichwerkzeugen und Messern von 20 bis 8 Uhr verboten ist. „Mit einer mobilen Wache sind Polizisten vor Ort, machen Stichprobenkontrollen bei den Passanten. Wer mit Messern oder anderen Waffen erwischt wird, bekommt eine Ordnungsstrafe. Seit Einführung der Verbotszone hat sich der Kiez beruhigt, in dem es Schießereien und Messerattacken zuhauf gab“, so ein Bremer Polizeisprecher.
Eine Lösung für den RAW-Kiez? 286 Polizei-Sondereinsätze gab es dieses Jahr auf der Party-Meile. 70 Fälle von Körperverletzungen wurden bis jetzt registriert. Am häufigsten wurde wegen Diebstahls (899 Fälle bis Mitte August) und Drogendelikten (792 Fälle) ermittelt.
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