Trainer Jens Keller sprach schon von einer „Bauchentscheidung“, wen er aufstellen wird. Eigentlich kann er es auch per Abzählreim ausmachen: Ene mene miste, wer steht in der Kiste? Ene mene meh, wem tut Keller weh?
Jens Keller freut sich mit Jakob Busk nach einem Sieg.
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„Es wird spannend“, sagt Busk und hat eigentlich nur die Partie gegen 96 im Sinn. Natürlich wird es auch spannend, wem Keller das Vertrauen schenkt. „Ich weiß es nicht“, gibt Busk zu. Noch habe der Coach mit keinem seiner Keeper darüber gesprochen. Wenn Busk der Trainer von Busk wäre, würde er sich aufstellen, erzählt er mit breitem Grinsen. „Ich bin froh, dass ich nicht der Trainer bin“, ergänzt er mit einem Lachen zu. Mesi umdribbelt die gleiche Frage nonchalant.
Es ist eine knifflige Kiste für Keller. Auch wenn er etwas anderes behauptet. „Für mich ist das keine schwere Entscheidung. Für den, der nicht spielt, ist es hart. Aber wir sind nicht auf einem Kindergeburtstag, sondern wir sind im Profigeschäft. Da hat das jeder zu akzeptieren. Wenn wir erfolgreich sind, partizipiert jeder davon, egal ob er draußen sitzt oder nicht“, hatte der 46-Jährige jüngst verlauten lassen.
Sieht Busk ähnlich, der nahezu der Erste war, der Mesi nach den letzten drei Spielen gratulierte. Sei es per SMS oder in der Kabine. „Ich habe mich total für Daniel gefreut, dass er seine Chance gut nutzen konnte. Er ist ein guter Junge“, so Busk. Natürlich würde es ihm nicht schmecken, wenn Mesenhöler jetzt den Vorzug bekommen würde. „Wenn man verletzt ist, ist das Zuschauen nicht so schlimm. Das ist halt Sport. Aber das würde schon wehtun“, gibt Busk zu, „aber ich würde es akzeptieren. Alles andere bringt doch nichts.“
Ähnlich hatte sich sein Konkurrent zu der Problematik geäußert. „Natürlich will ich weiter spielen. Aber wenn nicht, steht halt Jakob. Ich werde dann garantiert keinen Stunk machen. Dazu bin ich einfach nicht der Typ“, so der 21-Jährige glaubhaft.
Das Einzige, das wirklich gewiss ist: Egal wer steht, Bauchschmerzen bereitet das keinem im Eisernland. Weder dem Coach noch den Fans.
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