Genau das ist einem Vater mit seiner Tochter am Mittwoch am U-Bahnhof Hermannstraße in Neukölln passiert. Zwar konnten beide in einer stundenlangen Bergungsaktion befreit werden. Doch unzählige Berliner fragen sich nun: Kann mir das auch passieren?
Tatsächlich kommt es immer wieder vor, dass Aufzüge vom einen auf den anderen Moment den Geist aufgeben und nicht mehr funktionieren. Dass regelmäßig Aufzüge ausfallen und anschließend nicht benutzt werden können, hat mehrere Ursachen. So sei „in der Praxis nicht immer eindeutig bestimmbar, ob konkrete Ausfallereignisse ursächliche Folge von Verschleiß, unsachgemäßen Gebrauch oder Vandalismus“ seien.
Defekte Aufzüge stellen für unzählige Menschen ein großes Problem da
Doch selbst wenn keine Menschen in den Aufzügen eingesperrt werden, sondern die Fahrstühle „nur“ nicht mehr benutzt werden können, stellt das viele Berliner vor große Probleme: Rollstuhlfahrer, ältere Menschen oder Mütter und Väter mit sperrigen und teils schweren Kinderwagen sind in der Regel auf Aufzüge angewiesen.
Zumindest können sie sich sehr verlässlich im Internet darüber informieren, welche Aufzüge an welchen Bahnhöfen nicht in Betrieb sind.
Dieses Informationen finden sich zum einen auf der Homepage der BVG selbst, zum anderen auf der Seite brokenlifts.org, einem von BVG, S-Bahn und VBB unterstützen Projekt eines Sozial-Vereins. „Als Datenbasis werden viertelstündlich die Aufzugstörungsinformationen der Berliner S-Bahn und der BVG abgerufen, analysiert und gebündelt“, heißt es in der Beschreibung der Seite.
Und weiter: „Natürlich können komplexe Maschinen wie Aufzüge gelegentlich ausfallen, Vandalismus tut ein Übriges“. Weil defekte Aufzüge an Bahnhöfen aber für unzählige Menschen dennoch ein großes Problem darstellen, sei es „wichtig, rechtzeitig von Ausfällen zu erfahren“.
BVG-Fahrstühle werden monatlich überprüft
Bei der BVG lag die durchschnittliche Verfügbarkeit der in den 173 Bahnhöfen der Stadt verteilten Aufzügen bei über 95 Prozent. Zudem lassen sich etwa die Hälfte aller Störungen innerhalb von zwei und 80 Prozent aller Störungen innerhalb von fünf Stunden beheben. Kleinere Mängel wie etwa ein blockierter Türsensor können nach Unternehmensangaben sogar in nur wenigen Minuten repariert werden.
Grundsätzlich, so die Antwort auf eine Kleine Anfrage zum Thema Sicherheit bei Aufzügen an Bahnhöfen der BVG, würden die Anlagen zudem „einer monatlichen Wartung durch eine Fachfirma und einer jährlichen gesetzlichen Prüfung durch eine zugelassene Überwachungsstelle wie dem TÜV unterzogen“.
Somit soll verhindert werden, dass es zu Notfällen wie dem vom vergangenen Mittwoch kommt. Immer gelingt das aber nicht.
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