Lächelnd steht Dr. Angelina Whalley vor der Presse. Sie, die Ärztin, Ehefrau des umstrittenen Wissenschaftlers Gunther von Hagens und Kuratorin des Museums in Personalunion ist, scheint ihr Lebenswerk gerettet zu haben. „Das Oberverwaltungsgericht hat die Ausstellung ja nicht grundsätzlich abgelehnt“, so Whalley.
Ein Kritikpunkt war: Es war den Behörden nicht möglich zu prüfen, ob die Plastinate mit dem Einverständnis des Körperspenders hergestellt und ausgestellt wurden. Nun sind alle rund 200 Organe und 16 Ganzkörperplastinate eindeutig identifizierbar. Dazu wurden die Identifikationsnummern, die bisher am Ende des Plastinationsvorgangs entfernt wurden, an den Plastinaten belassen. „Für den Besucher werden die Exponate anonym sein, für die zuständigen Behörden ist eine Zusammenführung mit den Körperspende-Unterlagen jedoch möglich“, so Rurik von Hagens, der das Plastinarium in Guben leitet.
Auch einen weiteren Zahn zog Whalley ihren Gegnern im Bezirk. Bislang betrieb die „Arts & Sciences Berlin GmbH“ das „Menschen Museum“. Da diese aber kein Anatomisches Institut sei, bedürfe sie einer Genehmigung für die Ausstellung menschlicher Präparate – ausgestellt hätte diese vom Bezirk werden müssen. Da dieser jedoch gegen den Touristenmagneten am Alex ist, übernahm nun von Hagens „Institut für Plastination e.K.“ aus Heidelberg den Museumsbetrieb.
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