Mensch Meyer

Warum wir eine Strategie für Aliens brauchen

Ob Kim Jong Un oder der russische Alien-Zar – sie leben längst unter uns.

Chin Meyer
Lesezeit 2 Min
Um Aliens zu finden, muss die Regierung nicht im All suchen. Sie leben längst unter uns. 

Um Aliens zu finden, muss die Regierung nicht im All suchen. Sie leben längst unter uns. 

© imago/Science Photo Library

Die Regierung hat nach eigener Auskunft „keinen Plan“ für Kontakte mit Außerirdischen. Wie bitte? Wie will man „ohne Plan für Aliens“ mit dem Mann vom Mond, also dem nordkoreanischen Außerirdischen Kim Jong Un, umgehen? Oder mit dem Alien-Zaren der Russen, den man neuerdings auch als Tanzbär für Hochzeiten in Österreich engagieren kann – vorausgesetzt, der anschließende Knicks fällt tief genug aus. Oder mit dem Mann, der mit der geklauten Fönwelle eines Orang-Utans im Weißen Haus die Karikatur eines Menschen darstellt?

Alien halten nichts vom Internet

Um Aliens zu finden, muss die Regierung nicht nur im Ausland suchen. Was soll man von angeblich christlichen Parteien halten, die mit „Fiktion der Nichteinreise“ und „Ankerzentren“ argumentieren? Das ist doch Klingonisch! Leider sind die Aliens, die uns heimsuchen, nicht jene von der „Wir-bringen-die-Menschheit-weiter“-Fraktion, sondern winzige paranoide Gesellen, die sich über die Gehörgänge in die Hirne vormals menschlicher Gestalten einnisten und sie von dort steuern.

So redet ein bayrischer Ministerpräsident auf einmal von „Asyltouristen“, wenn er in Wirklichkeit Ertrinkende im Mittelmeer meint. Dieser Mann stellt sich gerade zur Wiederwahl, hat aber versäumt, die Internet-Adresse seiner Kampagne „Söder macht’s“ zu sichern – Aliens halten vom Internet genauso wenig wie die Neuland-Kanzlerin. So registrierte dann die SPD die Seite „Soeder-machts.de“ und nennt dort unter der Überschrift „zwölf gute Gründe, die Bayern-SPD zu wählen“ genau sechs Gründe – waren da etwa wieder Außerirdische am Werk? Ohne Plan für Aliens geht es leider nicht!

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