Arm und ohne viel Geld musste sich die Familie durchs Leben schlagen. Wichtig waren da ganz grundlegende Dinge: „Dass wir Essen im Kühlschrank haben und genug Geld für Bildung“, so Schlönvoigt. Seine Mutter, Altenpflegerin, und sein Vater, Gas-Wasser-Installateur, arbeiteten hart und opferten sich für Jörn und seine Schwester Jessica auf. „Unsere Eltern haben eher gehungert oder abends bei sich im Zimmer die Heizung ausgestellt, damit es bei uns im Zimmer warm war und wir gutes Essen hatten.“
Auf dem Schulhof war es manchmal schwer, wenn Mitschüler den neuesten Gameboy vorführten. Trotzdem würde Schlönvoigt niemals tauschen. „Meine Kindheit war trotz der finanziell desolaten Situation erfüllt von Glück und Liebe. Ich würde nachträglich nicht tauschen wollen.“ Außerdem hat er eine wichtige Lektion gelernt. Schlönvoigt: „Geld allein macht nicht glücklich, wichtiger ist, dass man füreinander da ist.“ Werte wie Liebe, Zusammenhalt und Vertrauen gab ihm die Familie stattdessen mit auf den Weg.
„Meinen Eltern gegenüber empfinde ich tiefe Dankbarkeit, dass sie auf so vieles verzichtet haben, damit es meiner Schwester und mir gut ging.“ Revanchiert hat sich Schlönvoigt später. Vom ersten eigenen Geld kaufte er seiner Mutter ein neues Fahrrad für die Arbeit.
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