Mehrere Schwerverletzte

Die Nacht der schweren Zweiradunfälle

Der schwerste Unfall ereignete sich in Niederschöneweide.

Jo Studnik
Lesezeit 2 Min
Die Suzuki prallte gegen einen Lampenmast. Der Fahrer flog noch etwa zehn Meter weiter und erlitt schwere Verletzungen.

Die Suzuki prallte gegen einen Lampenmast. Der Fahrer flog noch etwa zehn Meter weiter und erlitt schwere Verletzungen.

© Morris Pudwell

Rad wickelte sich um Ampelmast und wurde zerfetzt

Der Aufprall war so heftig, dass das Fahrrad samt Fahrer gegen einen Ampelmast geschleudert wurde. Laut Zeugen wickelte sich das Rad geradezu wortwörtlich um den Ampelmast und zerfetzte bei dem Aufprall regelrecht. Der Radfahrer wurde dabei auf die Gegenfahrbahn geschleudert und blieb regungslos liegen. 

Das Motorrad mit Fahrer schlingerte rund 35 Meter unkontrolliert weiter, prallte nach rechts gegen einen Lichtmast. Der Fahrer flog noch weitere zehn Meter in eine Hecke an einer Tankstelle.

Das hochwertige Fahrrad wurde bei dem Aufprall förmlich zerfetzt.

Das hochwertige Fahrrad wurde bei dem Aufprall förmlich zerfetzt.

© Morris Pudwell

Glück im Unglück: Zufällig kam ein Rettungswagen des Roten Kreuzes vorbei. Die Sanitäter leisteten dem Motorradfahrer Erste Hilfe, während sich Zeugen um den Fahrradfahrer kümmerten. Beide Männer erlitten unterschiedlichste Brüche und innere Verletzungen.

Fahrrad- und Motorradteile wurden in einer 50 mal 15 Meter großen Fläche gefunden. Bei dem völlig zerfetzten Rad soll es sich um ein rund 1800 Euro teures "Cube"-Rad gehandelt haben, das allerdings weder Licht noch Reflektoren aufgewiesen habe.

"Emmy"-Fahrer hatte Helm nicht befestigt

Der Fahrer prallte auf seiner gemieteten Schwalbe gegen einen Baum.

Der Fahrer prallte auf seiner gemieteten Schwalbe gegen einen Baum.

© Morris Pudwell

Ein weiterer schwerer Unfall ereignete sich in der Kreuzberger Gneisenaustraße. Dort kam der Fahrer einer "Emmy" Elektro-Schwalbe in der Nacht nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Straßenbaum. Fatal: Offenbar hatte der Mann den eigentlich lebenswichtigen Helm nicht unter dem Kinn verschlossen. Er wurde bei dem Sturz schwer verletzt. Derzeit wird geprüft, ob der Mann zum Unglückszeitpunkt möglicherweise alkoholisiert war.

Amokfahrer kreuzt Radweg und bringt Pärchen zu Fall

Zu zwei weiteren schweren Unfällen kam es in Mitte:

Auf der Karl-Liebknecht-Straße stieß ein Rollerfahrer mit einem Rikscha-Fahrer zusammen. Der Rollerfahrer stürzte und zog sich dabei eine schwere Beinverletzung zu.

In der Budapester Straße kreuzte ein unbekannt gebliebener Radfahrer den Fahrradweg und brachte damit ein fahrradfahrendes Pärchen zu Fall: Ein 47-jähriger und seine 46-jährige Ehefrau konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen. Die Frau zog sich schwere Verletzungen am Kopf zu und musste von alarmierten Rettungskräften zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Amok-Radler setzte seinen Weg fort, ohne sich um die Gestürzte zu kümmern. JSt

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