Offiziell eingeweiht wurde am Mittwoch die neue Bahnhofswache auf dem Ostkreuz.
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Vor allem in den Wochenendnächten gruseln sich Fahrgäste in der S-Bahn. Das Aufsichtspersonal auf den Bahnhöfen wurde in den letzten Jahren eingespart. Viele Stationen sind nur noch Geisterbahnhöfe.
Völlig neues Sicherheitskonzept
Nach vielen Beschwerden erhöhte die S-Bahn nun die Präsenz ihrer Mitarbeiter. Auf dem Ringbahnsteig des Bahnhofs Ostkreuz eröffnete die S-Bahn Mittwoch eine Wache. Sie soll Anlaufpunkt für Fahrgäste sein und ist die dritte von fünf geplanten ständigen S-Bahn-Wachen an Verkehrsknotenpunkten: Neben Ostkreuz, Gesundbrunnen und Friedrichstraße sollen bis September auch die Stationen Westkreuz und Schöneberg Wachen erhalten. Die Wachen sind rund um die Uhr mit Mitarbeitern der DB Sicherheit besetzt.
Eine Mitarbeiterin der DB Sicherheit guckt aus dem Fenster.
© Andreas Kopietz
Mit einer Personalaufstockung und den fünf Wachen werde ein „völlig neues Sicherheitskonzept“ umgesetzt, sagte S-Bahn-Chef Peter Buchner bei der Einweihung. Gegenwärtig seien innerhalb von 24 Stunden 340 Sicherheitsmitarbeiter auf Bahnhöfen und Zügen unterwegs. Im vergangenen Jahr seien es nur 250 gewesen. „Neu ist, dass wir mit Hunden unterwegs sind“, so Buchner. „Sie sorgen dafür, das die Akzeptanz einer Streife steigt.“
„Ein Hund wirkt durchaus deeskalierend“,
Teufel, ein zwei Jahre alter Rüde, ist einer von derzeit sechs Diensthunden, die mit Doppelstreifen unterwegs sind und deren Zahl noch steigen soll. Sein Herrchen Sven Montwill (49) durchlief bei der Bundespolizei in Blumberg eine zwölfwöchige Ausbildung zum Hundeführer. „Wir sind inzwischen eng verbunden“, sagt er. Und er hat festgestellt: Wenn er und Teufel kommen, beruhigt sich manche Situation von selbst. „Ein Hund wirkt durchaus deeskalierend“, sagt er.
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