Mehdorn: Ich war es nicht! Keine Einsicht: Ex-Bahnchef schiebt die Schuld auf die Fahrzeug-Industrie

S-Bahn-Chaos

Anka Seyfert
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Berlin - Sie gilt als Musterbeispiel für ein kaputtgespartes Unternehmen: die Berliner S-Bahn. Bisher will keiner die Verantwortung für mehr als zwei Jahre Verspätungen, ausgefallene Züge, gesperrte Strecken, überfüllte Wagen übernehmen. Jetzt weist auch Ex-Bahnchef Hartmut Mehdorn jede Schuld von sich.Dem 68-Jährigen wird vorgeworfen, in seiner Amtszeit als Bahnchef von Ende 1999 bis 2009 für einen geplanten Börsengang vor allem bei der Wartung der Züge heftig gespart zu haben. Jetzt stellte sich Mehdorn erstmals der Kritik, gab der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" ein Interview - und wies alle Vorwürfe heftig zurück: "Ich habe nichts kaputtgespart."Als ihn die Reporterin mit den drei bei der Berliner S-Bahn geschlossenen Werken und den 1000 abgebauten Jobs konfrontiert, sagt er: "In keine andere S-Bahn wurde mehr investiert als in die Berliner. Sie kam nach der Wende ziemlich kaputt von der DDR-Reichsbahn zu uns. Wer fair und genau hinsieht, wird feststellen, dass viele heutige Probleme die Zulieferer zu verantworten haben, nicht die Bahn. Das soll keine Entschuldigung für die Misere sein, aber es ist so."------------------------------

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