Spitzenforschung

Berlin, das neue Mekka der Medizin

Charité bekommt direkt und unbefristet eine Förderung vom Bund - ein Novum.

Melanie Reinsch RICHTIG
Lesezeit 2 Min
Der Bund steigt direkt bei der Charité als Partner ein. 

Der Bund steigt direkt bei der Charité als Partner ein. 

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Anja Karliczek, Ministerin für Bildung und Forschung

Anja Karliczek, Ministerin für Bildung und Forschung

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Konkret geht es um das Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIG), das in die Charité integriert werden soll. Das BIG erhält vom Bund bereits 70 Millionen Euro Förderung. Durch die Integration des Instituts in das Universitätsklinikum sichert der Bund die Grundfinanzierung der Bildungseinrichtung Charité. Die bisher befristete Fördersumme des Bundes von 70 Millionen wird damit nun festgeschrieben. Da auch das Land einen Teil trägt, kommt das 2013 gegründete BIG insgesamt auf ein Budget für die Forschung von knapp 78 Millionen Euro jährlich.

Der vorletzte, aber entscheidende Schritt für die Umsetzung dieses Projektes wurde am Freitag gegangen: Alle Bundesländer haben in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Länder der entsprechenden Verwaltungsvereinbarung zugestimmt, so dass das BIG als bisher rechtlich selbstständige außeruniversitäre Einrichtung nun wissenschaftlich in die Berliner Charité integriert werden kann. Ziel ist es, Berlin über Deutschlands Grenzen hinweg zum europäischen Vorreiter der Wissenschaft aufzubauen, eine Metropole der Forschung also, auf die die Welt schaut, die Fachkräfte aus aller Welt anzieht.

Möglich ist die Förderung von wissenschaftlichen Einrichtungen durch den Bund schon seit 2015, da wurde eine entsprechende Gesetzesänderung beschlossen. Zuvor konnte der Bund nur befristete Projekte oder Programme finanziell unterstützen. Rund vier Jahre später ist die Gesetzesänderung nun bundesweit zum ersten Mal in die Praxis umgesetzt worden. Denn nun steigt der Bund direkt bei der Charité als Partner ein.

Michael Müller will Berlin zur Wissenschaftsmetropole aufbauen.

Michael Müller will Berlin zur Wissenschaftsmetropole aufbauen.

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Umso erfreuter zeigte sich Müller daher am Freitag, nachdem die Bundesländer sich einstimmig entschieden hatten. „Die Entscheidung ist da: Ein siebzehnfaches Ja zur Integration des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung in die Charité, ein klares Bekenntnis des Bundes zu Berlin als Standort für medizinische Spitzenforschung“, sagte Müller dem KURIER. Dies sei zugleich ein Auftrag, die Forschungsergebnisse noch schneller ans Krankenbett bringen und maßgeschneiderte Medizin entwickeln. „Wir sprechen oft von guten Tagen, aber der heutige ist großartig, vor allem für Patientinnen und Patienten in Berlin und in ganz Deutschland“, so Müller.

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