Die Union-Profis jubelten nach dem Abpfiff auf dem Rasen An der Alten Försterei, feierten ausgelassen mit ihren Fans. Anthony Ujah alberte mit „Ritter Keule“ rum – und stibitze dem eisernen Maskottchen den Morgenstern. Er grinste über beide Backen und schwang die (natürlich ungefährliche) Spezialwaffe. Darauf angesprochen schmunzelt Tony nur: „Jetzt komme ich ein wenig ins Schwitzen. Ich habe mich einfach so sehr gefreut. Es war eine richtige Sensation. Das war ein Ausdruck der Freude. Den Sieg hat ja nicht jeder so erwartet.“
Angriff auf Geißbock
Ujah und die Maskottchen – im März 2015 packte der Angreifer Kölns Geißbock Hennes beim Spiel gegen Frankfurt (4:2) nach seinem Treffer zum 4:1 an den Hörnern und zog ihn im Jubelrausch in die Höhe. Ujah versprach nach seinem Zwei-Millionen-Transfer nach Köpenick: „Ich bin jetzt erwachsen. Ritter Keule muss keine Angst haben. Jetzt kann ich mich kontrollieren.“
Nah an der Tierquälerei: Anthony Ujah feiert mit Kölns Geißbock Hennes.
© imago/Thilo Schmülgen
Doch nun wurde Ujah zum Wiederholungstäter. Natürlich alles halb so wild und ein Spaß, der jeden Unioner freut.
Wiedersehen mit dem Ex-Klub
Nach der Länderspielpause trifft Ujah mit Union übrigens auf Ex-Klub Werder Bremen. In der Saison 2015/2016 machte der Nigerianer in 37 Pflichtspielen 14 Tore für die Grün-Weißen. Er schwärmt: „Ein toller Klub, total familiär. Es ist ein besonderes Wiedersehen, weil ich dort eine spezielle Saison hatte.“ Erst am letzten Spieltag feierte Werder gegen Frankfurt die Last-Minute-Rettung. Ujah bereitete den 1:0-Sieg durch Papi Djilobodji vor. „Dieses Spiel werde ich nie vergessen.“ Danach wechselte Ujah für eine Ablöse von knapp 12 Millionen Ablöse nach China zu Lianoning – und ist nun nach Zwischenstopp bei Mainz 05 in Berlin. „Auch wenn wir gegen Werder spielen: Für mich geht es nur um Union. Ich fühle mich hier wohl und möchte gegen Bremen die gleiche Atmosphäre erleben wie gegen Dortmund. Das war geil, einfach unglaublich.“
Ujahs Ansage: „Ich glaube, dass jeder Gegner hier An der Alten Försterei vor uns aufpassen muss. Wir glauben an uns und können auch gegen Werder punkten.“
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