Keine Beweise, nur Indizien belasten den Berliner Dachdecker. Der 47-jährige Mario K. soll für die zwei Überfälle auf eine Unternehmerfamilie und die Entführung eines Investmentmanagers verantwortlich sein. Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslänglich. Doch immer wieder gelangte ein ehemaliger Polizist, ein Hubschrauberpilot, ins Visier der Ermittler. So waren bei allen drei Taten die Handynummer des einstigen Beamten in der entsprechenden Funkzelle der Tatorte eingeloggt.
Kurz vor Ende des spektakulären Prozesses wurde jetzt eine neue Prüfung von DNA-Proben angeordnet – und das, obwohl Gericht und Staatsanwaltschaft zuvor ähnliche Anträge, die auf den Ex-Polizisten als Täter abzielten, stets abgewiesen hatten. Dementsprechend groß war die Überraschung, als der Richter gestern im Landgericht Frankfurt dem Antrag der Verteidigung gefolgt war und gleich das Ergebnis präsentierte. Bei der neu veranlassten Prüfung wurden Spuren des ehemaligen Hubschrauberpolizisten und seiner getrennt von ihm lebenden Ehefrau genommen. Das Ereignis: Die DNA stammt weder vom einstigen Piloten, noch von seiner Frau. Von Mario K. wurde ebenfalls an allen drei Tatorten keine DNA gefunden.
Kurios wurde es, als das Gericht gestern ankündigte, ein Protokoll mit Angaben der Frau des Ex-Polizisten verlesen zu wollen. Daraufhin reagierte die Frau, die zu Prozessbeginn das Alibi ihres früheren Mannes nicht für den Gesamtzeitraum der Entführung bestätigen konnte, verwundert. Angeblich hätte sie noch keine Fragen zu dem Fall beantwortet und warte bis heute auf eine Vernehmung. Am Montag geht's weiter mit dem Plädoyer der Verteidigung.
Es ist einer der spektakulärsten Kriminalfälle Brandenburgs, den Richter Matthias Fuchs am Landgericht in Frankfurt/Oder zu verhandeln hat.
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Erst Maske, jetzt Mappe: Mario K. (46) versteckt sein Gesicht zum Prozessauftakt. Er soll als „Maskenmann“ zweimal eine Millionärsfamilie überfallen und einen Investmentbanker entführt sowie erpresst haben.
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Dutzende Verfahrensakten liegen zum Prozessauftakt gegen den „Maskenmann“ von Storkow bereit.
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Auch der Medienandrang war vergleichsweise groß für das kleine Frankfurt (Oder).
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