Nur 69 Grünpfeile gibt es noch in der Stadt. Auch diese sollen verschwinden, finden Verkehrsexperten. Laut einer Studie ist das Verkehrszeichen eine Gefahr für Fußgänger und Radler, weil die meisten Autofahrer nicht vorschriftsmäßig kurz halten, bevor sie mit Hilfe des grünen Pfeils bei Rot rechts abbiegen. Außerdem sei er aufgrund moderner Ampelanlagen technisch überholt (KURIER berichtete).
Die Marzahn-Hellersdorfer trotzen dem Abbauwahn. Sie fordern vom Bezirk, dass sogar neue Grünpfeile angebracht werden, damit der Verkehr flüssiger rollt. Wie an der Riesaer-/Ecke Hönower Straße in Richtung Mahlsdorf. Denn die Blechschilder sind günstiger als neue Abbiege-Ampeln.
Verkehrsstadtrat Christian Gräff (CDU) steht voll dahinter. „Für uns ist der grüne Pfeil grundsätzlich eine positive Sache“, sagte er. „Wo immer wir können, unterstützen wir Vorhaben, neue anzubringen.“
Doch über Sein oder Nichtsein entscheidet die Berliner Verkehrslenkung. Sie lehnte etwa einen Bürger-Vorschlag ab, einen Grünpfeil an die Kreuzung Blumberger Damm/Altentreptower Straße anzubringen. „Der grüne Pfeil darf aus Berlin nicht verschwinden“, fordert daher auch Verkehrsexperte Oliver Friederici von der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus.
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