„Ich freue mich darauf, so habe ich mir das vorgestellt. Schön, dass es gleich klappt“, meinte der 1,90 Meter große Abwehrspieler, der aus Augsburg kommend bei den Köpenickern einen Vertrag bis 2021 unterschrieben hat. Eine Verpflichtung im zweiten Anlauf. Schon im Sommer hatte er auf Unions Einkaufszettel gestanden.
Reserve wollte er nicht spielen
„Damals ist es aber gar nicht groß zu Gesprächen gekommen. Ich wollte versuchen, mich in Augsburg durchzubeißen“, so der gebürtige Kasseler. Vor allem, weil er endlich sein hartnäckiges Handicap (Beckenschiefstand) in den Griff bekommen hatte, durch eine Einlage und Stabilisationsübungen im Rumpf- und Rücken beschwerdefrei wurde.
Idee nachvollziehbar für einen jungen Profi, der auf Schalke unter Jens Keller und Roberto di Matteo zu Bundesliga- und Champions-League-Minuten gekommen war. Trotzdem haute es in der Hinrunde nicht hin. „Nur in der Reserve wollte ich nicht spielen, deshalb bin ich froh, dass es mit Union geklappt hat“, sagt er.
Körperlich könnte er noch etwas zulegen
Trotz seiner nur 22 Lenze nennt Hofschneider ihn übrigens nicht jung! „Ich weiß, wie er das meint. Die jungen Zeiten sind vorbei. Mit 22 ist man mittlerweile ein bisschen erfahrener“, so Friedrich.
Gardemaß bringt er mit. Kopfballstärke ist vorhanden. „Ich bin ein Innenverteidiger, der versucht, Situationen spielerisch zu lösen. Körperlich könnte ich noch etwas zulegen. Aber es gibt hier ja bestimmt einen Kraftraum“, meint mit einem feinen Humor Unions neue Nummer 5, die in der Tat für ihre Größe nicht gerade als Koloss daherkommt.
Union sei für ihn jetzt genau das Richtige, meinte der U19-Europameister von 2014. Friedrich will gerne ein Großer werden. Vielleicht schon Samstag auf der Alm.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com