Marius Wolf

"Ich will bei Hertha bleiben!"

Der Rechtsfuß kam im Sommer vom BVB, jetzt spricht er über seine Zukunft.

Sebastian Schmitt
Lesezeit 3 Min
Marius Wolf (l.) im Duell mit seinem Ex-Kollegen Guerreiro.

Marius Wolf (l.) im Duell mit seinem Ex-Kollegen Guerreiro.

© City-Press GmbH

„Ja, ich habe große Lust zu bleiben“, verrät der Oberfranke dem KURIER und positioniert sich klar: „Ich fühle mich wohl. In der Stadt, im Team, im Verein. Das ist das Wichtigste für einen Spieler. Ich denke, wir werden eine gute Lösung finden.“

"Wir werden uns zusammensetzen"

Ob Hertha die Kaufoption in Höhe von 20 Millionen Euro bis zum Ende der Spielzeit zieht oder den Preis noch mal drücken will, ist offen. „Es kommt darauf an, was für Vorstellungen beide Seiten haben. „Wir werden uns jetzt in der Rückrunde zusammensetzen. Dann werden wir eine Entscheidung treffen, die für beide am besten passt“, gibt sich Wolf zuversichtlich.

Für Wolf zählt derzeit aber nur Herthas  prekäre Lage. „Die Situation ist wichtiger als meine Zukunft“, sagt Wolf. Obwohl er unter Klinsis Vorgänger Ante Covic gesetzt war und großen Anteil am zwischenzeitlichen Aufschwung hatte, ist Wolf voll des Lobes über Klinsmann. Besonders über dessen Motivationskünste: „Er pusht uns vor den Spielen und versucht, uns ein gutes Gefühl zu geben.“

"Klinsmann erinnert uns daran, dass wir den schönsten Beruf der Welt haben"

Wie der Klinsi-Kniff genau funktioniert? „Er erinnert uns daran, warum wir Fußball spielen und dass wir einen der schönsten Berufe der Welt haben. Wir verdienen unser Geld mit unserem Hobby. Manchmal vergisst man, wie geil es ist vor  60 000 Zuschauern zu spielen. Er erinnert uns daran und gibt uns die nötige Lockerheit“, erklärt Wolf.

Die Bayern-Klatsche hat er abgehakt. Gegen die Wölfe will Wolf, der bisher ein Tor und zwei Vorlagen auf dem Konto hat, endlich wieder zubeißen. „Dafür muss ich erst mal auf dem Platz stehen“, sagt er und lacht. Klinsi und sein Co-Trainer Alexander Nouri (40) machen ihm Hoffnung. „Marius trainiert sehr gut und spielt in unseren Überlegungen für das Spiel eine große Rolle“, erklärt Nouri.

Lässt Klinsi Wolf von der Leine, verspricht der Blondschopf alles zu geben. „Wir müssen die vom Trainer geforderte Galligkeit auf den Platz bringen, jeden Zweikampf annehmen und versuchen nach vorne zu spielen“, sagt Wolf. „Wir haben diese Saison gezeigt, dass wir es können. Wir müssen es uns nur einfach zutrauen. Dann haben wir auch Spaß am Fußball.“ Ein Wolf bei den Wölfen, könnte bissig werden.

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