Marienfelde

Mein Nachbar, der Cannabis-Chaot

Feuerwehr entdeckt Hanf-Plantage nach Wohnungsbrand in Marienfelde

Eric Richard und Alexander Schmalz
Lesezeit 2 Min
Nachbarin Fatima Oy (52).

Nachbarin Fatima Oy (52).

© Eric Richard Lizenz

Am frühen Sonnabendmorgen, um 2.10 Uhr, alarmieren Anwohner der Waldsassener Straße in Marienfelde die Feuerwehr. Der arbeitslose Klaus S. wurde schlafend in seinem Bett vom Feuer überrascht. Die Brandbekämpfer können nur noch die Leiche des Mannes aus der vierten Etage bergen.

„Dabei habe ich ihm immer gesagt, er soll mit diesen Zigarillos aufhören. Klaus, sagte ich, wegen dir werden wir noch mal alle verbrennen“, sagt Nachbarin Fatima Oy zum KURIER.

Glücklichweise war das Feuer schnell unter Kontrolle. Doch als ein Brandbekämpfer bei den Löscharbeiten die Wohnung darüber kontrollieren will, geht der Krimi weiter. Ein Mann öffnet die Tür, sichtbar erschrocken. Er scheint sich nicht zu freuen, dass ein Retter anklopft. „Bei dem Herrn da oben ist immer was los. Aber eigentlich sind die ruhig“, so Fatima Oy.

Der Beamte besteht darauf, die Wohnung auf Schäden zu kontrollieren. Sichtlich nervös, gewährt der Typ dem Feuerwehrmann nach kurzem Zögern dann doch Zutritt. Kurz darauf steht der Beamte im Wohn- und Schlafzimmer der kleinen Einzimmerwohnung (40,8 Quadratmeter). Zu dem mit schwarzer Folie abgeklebten Raum erklärt der verunsicherte Mann: „Das ist ein antiallergischer Schlafbereich.“

Kaum unten, spricht der Feuerwehrmann kurz mit der Polizei, die daraufhin 100 Cannabis-Pflanzen sicherstellt. Von dem 38-jährigen Mieter fehlt seitdem allerdings jede Spur.

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