Marco Huck

„Jetzt bin ich die Nummer 1“

Die will der Cruiser-Weltmeister Marco Huck auch nach dem WM-Kampf gegen Garay sein.

Andreas Lorenz
Lesezeit 2 Min

„Henry, Sven und Arthur waren meine Vorgänger als Beste im Sauerland-Boxstall. Jetzt bin ich die Nummer 1 – das fühlt sich gut an.“ Schon verrückt, wie sich der schlagstarke und inzwischen auch schlagfertige Huck entwickelt hat. Bis heute hat er das Datum seines Profidebüts parat. „7. November 2004“, kommt es wie mit einer knallharten Geraden geschossen. „Ich war 19, war ein Kind. Aber ich hatte einen großen Traum. Ich wollte Weltmeister werden.“

Gegen Garay verteidigt er den WBO-Titel bereits zum siebten Mal. Der Traum ist also erfüllt und dann auch wieder nicht. „Jeder Kampf heißt alles oder nichts“, sagt Huck und rattert seine nächsten Ziele herunter. „Eine Titelvereinigung. Oder ein Super-Six-Turnier der besten Cruisergewichtler. Oder ich gehe ins Schwergewicht. Ich bin für alles bereit.“ Denn im Boxen ändern sich die Machtverhältnisse schlagartig. Im Sauerland-Stall gibt es keinen Abonnements-Weltmeister Sven Ottke mehr. Huck: „Ein toller Mensch, ich habe viel von ihm gelernt.“ K.o.-Künstler Arthur Abraham verlor durch drei Niederlagen seine Strahlkraft. Huck: „Arthur ist mein Freund. Dass er besiegt wurde, hat mir wehgetan.“

© dapd Lizenz

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Aber genau deswegen steht Huck jetzt ganz vorne. „Das Management macht mir schon klar, dass ich der einzige Weltmeister bin. Aber oben im Ring ist das egal.“ Den Dauer-Pöbler Garay will er „bestrafen und ausknocken“. Und das, obwohl diesmal besonders viel auf Marco Hucks breiten Schultern lastet.

Denn das Herz dieses Boxers kennt nicht nur die Liebe zum Kampf allein. Am 30. Juli heiratet Huck seine Verlobte Amina. Die Hochzeit in Serbien organisiert der Papa. Pausenlos klingelt Marcos Handy. Doch er lacht alle Bedenken weg. „Im Moment ist nur der Kampf wichtig.“

Samstag wird sich zeigen, ob er den Druck wirklich so locker wegsteckt. Den Druck, vor den Augen seiner Nummer 1 (Amina wird am Ring mitfiebern) wie eine Nummer 1 zu triumphieren.

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