Ein Mensch am Telefon. "Hmja...ja....ja...Nja...ist gut.... Okay, ja, tschüss." Wir können mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass das keine Frau war. So telefonieren nur Männer mit Männern. Wenn ein Mann mit seinem Kumpel telefonisch das nächste Treffen vereinbart, dauert das ungefähr 20 Sekunden ("Bierchen?" "Jau" "Wie immer?" "Jau" "Bis nachher"). In der Zeit sind die Freundinnen noch nicht mal mit der fernmündlichen Begrüßung fertig ("Süße! Wie geht's dir? Was machst du? Wo bist du?" "Schatzi! Ach, gut, dass du anrufst ..."). Frauen legen sich zum Telefonieren in die Badewanne, bis das Wasser kalt ist und auch aus dem Hahn kein heißes mehr nachläuft. Sie telefonieren täglich mit den gleichen Frauen (Mutter, Schwester, Freundin) und finden es nicht komisch, wenn sie unmittelbar nach einem Treffen zum Handy greifen, weil ihnen in der U-Bahn noch was eingefallen ist.Wenn ein Mann mit einer Frau telefoniert, prallen die "Ja, ja, gut, tschüss"-Welt und die "Und dann muss ich dir noch was erzählen, du glaubst es nicht, der Hammer"-Welt aufeinander. Das kann knallen. Beispiel: Einer muss das Auto aus der Werkstatt holen. Der Mann will klären ("Kannst du? Nein? Okay, dann fahr ich. Kein Problem. Tschüss."), die Frau will erklären ("Ich schaff das nicht, weil dieser Sklaventreiber von Chef zu mir gesagt hat ..."). Er klagt über abgekaute Ohren, sie ist beleidigt. Und ruft ihre Freundin an, um sich über den Telefonmuffel zu beschweren ("Je-des-mal! Zack und legt auf."). Flatrates brauchen Männer gar nicht. Für die waren Telegramme eigentlich perfekt.
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