Und womöglich ist der 24-Jährige genau das, was den Blau-Weißen gerade beim 0:3 gegen Wolfsburg und beim 0:3 in Gelsenkirchen gefehlt hat, nämlich ein Profi mit Biss.
Hertha-Coach Ante Covic ist in Anbetracht der Qualitäten des Allrounders jedenfalls ganz angetan, sicherte seinem neuen Vorarbeiter gleich mal so eine Einsatzgarantie für die Partie beim Tabellenletzten zu. Covic: „Seine Flanken und sein Antritt sind sensationell, er ist eine echte Bereicherung für unser Team.“
Auf welcher Position der unbändige Wolf letztlich zum Einsatz kommen wird, ist noch offen. Wenngleich davon auszugehen ist, dass der Mann mit der Rückennummer 30 den zuletzt doch arg lahmen rechten Flügel beleben soll.
Vielleicht sogar in einem 3-5-2-System, in dem der gebürtige Franke die komplette Seite in Abwehr und Angriff bespielen könnte. Er selbst sieht sich zwar als Offensivspieler, sagt aber auch: „Ich komme mit jeder Position zurecht.“
Favre kein Wolf-Fan
Das sah Lucien Favre womöglich auch so, allerdings kam Wolf in der vergangenen Saison unter dem Coach von Borussia Dortmund viel zu selten zum Zug. Nur zu 16 Einsätzen in Schwarz-Gelb kam er, viel zu wenig für einen, der zuvor bei Eintracht Frankfurt als unverzichtbarer Schwunggeber galt.
Ein Entwicklungsstau drohte, weshalb sich der Tattoo-Fan kurzfristig zu einem Wechsel in die Hauptstadt entschloss. Auch auf Anraten von Kevin Prince Boateng, mit dem er bei Eintracht Frankfurt zusammen gekickt hatte, sowie auch auf Zuspruch von Patrick Ebert, den Wolf zu seinen guten Freunden zählt.
Der tatendurstige Leihspieler aus Dortmund hat jedenfalls allemal das Zeug, um als Leitwolf die Hertha aus der Krise zu reißen. Und dann mal sehen: Hertha hat sich für 20 Millionen Euro schon mal eine Kaufoption gesichert.
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