Ludwigsfelde

Mann steigt auf Regional-Zug und erleidet Stromschlag

Kleidung des Mannes fängt Feuer, jetzt liegt er schwer verletzt im Krankenhaus

BK
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Einsatzkräfte am Ort des Geschehens in Ludwigsfelde.

Einsatzkräfte am Ort des Geschehens in Ludwigsfelde.

© Morris Pudwell

Ein mysteriöser Zwischenfall beschäftigt die Ermittler der Polizei in Ludwigsfelde. In der Nacht zu Sonnabend wurde am dortigen Bahnhof ein Mann schwer verletzt, als er die Oberleitung der dortigen Bahngleise berührte. Weshalb und vor allem wie lange der Mann schon auf dem Zug war, ist unklar. Die Polizei ermittelt.

Nach bisherigem Ermittlungsstand muss der Mann bereits vor der Einfahrt in Bahnhof auf den Regionalzug R3 in Fahrtrichtung Berlin geklettert sein. Wo genau, ist unklar. Doch am Bahnhof selbst kam es dann zu dem schrecklichen Zwischenfall. Gegen 1.30 Uhr erlitt der Mann, bei dem es sich um einen Argentinier handeln soll, einen Stromschlag. Ob er die Oberleitung mit ihren 15.000 Volt direkt berührt hatte oder ihn ein sogenannter Lichtbogen (Spannungsüberschlag, bei dem der menschliche Körper als Leiter wirkt) erfasste, ist unklar.

Mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus

Die ungeheure Energie, die durch den Körper fuhr, setzte sofort die Kleidung des Mannes in Brand, anschließend fiel er vom Waggon ins Gleisbett. Zeugen löschten den Mann und alarmierten dann Polizei und Feuerwehr. Er wurde mit schwersten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Jetzt ermitteln die Beamten der Bundespolizei, ob es sich dem Vorfall um einen tragischen Unfall oder möglicherweise doch um eine Vorsatztat handelt. Nach KURIER-Informationen gibt es Hinweise auf einen versuchten Suizid.  

Anmerkung der Redaktion: Wir haben uns entschieden, in der Regel nicht über Selbsttötungen zu berichten, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Der Grund ist die hohe Nachahmerquote. Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (http://www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110-111 oder 0800-1110-222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus scheinbar aussichtslosen Situationen aufzeigen konnten.

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