Konnte kaum noch stehen

Lokführer steuert stark betrunken Regionalbahn

Eine Zugbegleiterin bemerkte am Sonntagmorgen, dass der Lokführer zu schnell fuhr. Ein Polizist war zufällig an Bord.

dpa/bk
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Regionalzug der Deutschen Bahn fährt durch einen Bahnhof. (Symbolbild)

Regionalzug der Deutschen Bahn fährt durch einen Bahnhof. (Symbolbild)

© Jonas Walzberg/dpa/

Es hätte in einer Katastrophe enden können – aber Dank einer aufmerksamen Bahn-Mitarbeiterin und eines Bundespolizisten konnte Schlimmeres verhindert werden.

Sonntagmorgen in einer Regionalbahn. Einer Zugbegleiterin kam es merkwürdig vor, dass der Lokführer viel zu schnell fuhr. Und richtig, offenbar stark betrunken steuerte der Mann den Zug. Die Zugbegleiterin informierte daraufhin einen im Zug befindlichen Bundespolizisten, dass der 53-Jährige nicht nur zu schnell fuhr, sondern offenbar auch mehrere Signale übersehen hatte, wie die Bundespolizei am Montag mitteilte. Der Zug der Linie RB60 war demnach auf dem Weg von Eberswalde (Landkreis Barnim) Richtung Bad Freienwalde.

Am Bahnhof Bad Freienwalde suchte der Polizist, der nach dem Dienst auf dem Weg nach Hause war, den Lokführer auf und nahm sofort starken Alkoholgeruch in der Fahrerkabine wahr. Der Mann musste sich nach Polizeiangaben beim Gehen stützen. Der Polizist untersagte die Weiterfahrt. Einen Alkoholtest verweigerte der Lokführer, hinzugerufene Kräfte brachten ihn zur Blutentnahme in eine Klinik.

Die Bundespolizei sicherte Beweise und leitete ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr und der Gefährdung des Bahnverkehrs ein. ■

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