Von Berlin nach Potsdam und ins Havelland
Wer mit dem Flugzeug in Berlin landet und einen Wochenendtrip plant, der möchte dabei möglichst mobil sein. Zwar bestehen zahlreiche Zug- und Busverbindungen zwischen der Hauptstadt und dem Umland. Doch am flexibelsten ist es, einen Mietwagen in Berlin auszuleihen und sich mit ihm auf die Reise zu begeben.
Maximal eine Stunde von Berlin entfernt liegt Potsdam. Die brandenburgische Hauptstadt ist aufgrund ihrer vielen Schloss- und Parkanlagen sehr populär. In erster Linie ist das Schloss Sanssouci zu nennen. Seine Errichtung wurde vom preußischen König Friedrich II. angeordnet, der dort häufig die Sommermonate verbrachte. Zudem befindet sich seine Grabstätte im Schlosspark. Unterhalb des Schlosses hat Friedrich Terrassen mit Weinreben und Obstbäumen anlegen lassen. Im Schloss ist neben Friedrichs Arbeits- und Schlafzimmer vor allem der Marmorsaal sehenswert.
Einen Besuch wert sind in Potsdam auch das Neue Palais, das Schloss Cecilienhof, das Schloss Babelsberg und das Marmorpalais. Die historischen Bauwerke unterscheiden sich teilweise deutlich voneinander, ihre Besichtigung ist allein schon eine gute Beschäftigung für ein Wochenende in der Stadt. Doch diese hat noch mehr zu bieten – darunter das Holländische Viertel mit seinen rund 150 roten Backsteinhäusern, in denen kleine Geschäfte, Cafés, Restaurants und Bars untergebracht sind. Kunstliebhaber erfreuen sich an den wechselnden Ausstellungen vom Museum Barberini, und wer ein wenig Ruhe genießen will, der ist auf der Freundschaftsinsel genau richtig. Sie befindet sich mitten in der Stadt zwischen zwei Armen der Havel. Der Fluss prägt auch das Havelland, das westlich von Potsdam liegt. Ein Ausflug in diese Region kann zum Beispiel nach Werder (Havel) führen. Der Stadtkern breitet sich auf einer Insel in der Havel aus und ist zu Fuß nur über eine Brücke zu erreichen. Die Inselstadt ist von kleinen Gassen geprägt, eines der Wahrzeichen ist die Bockwindmühle.
In zwei Stunden in den Spreewald
Wer eine längere Fahrt ab Berlin auf sich nimmt, der kann den Spreewald besuchen. Er ist eine bis eineinhalb Stunden von Berlin entfernt und zeichnet sich vor allem durch ein weit verzweigtes Netz aus Flüssen und kleinen Wasserläufen aus. Sie ziehen sich durch Wälder, Wiesen und traditionelle Dörfer. Einige Häuser sind ausschließlich über Wasserwege erreichbar. Statt berühmter Sehenswürdigkeiten steht im Spreewald somit vor allem die traumhafte Landschaft im Zentrum. Eine der besten Möglichkeiten, diese zu entdecken, ist eine Fahrt in einem Spreewaldkahn. Gesteuert wird er von einem Fährmann, der das Boot mit einer langen Holzstange bewegt und während der Fahrt interessante Geschichten über die Region und ihre Gepflogenheiten erzählt. Wer die Gegend auf eigene Faust entdecken möchte, der kann sich dafür ein Kanu oder ein Kajak mieten.
Als Ausgangspunkt für ein ereignisreiches Wochenende im Spreewald bietet sich Lübbenau besonders an. Von dort aus sind Wanderungen oder Radtouren nach Lehde möglich. Dieser Ort vermittelt einen guten Eindruck von der Siedlungsstruktur der Region. Viele Häuser stehen direkt an den Wasserläufen und sind relativ locker über die Landschaft verstreut. Aus kulinarischer Sicht darf man sich die berühmten Spreewaldgurken nicht entgehen lassen, außerdem servieren viele Gasthäuser regionale Spezialitäten.
Rheinsberg und die Mecklenburgische Seenplatte
Nördlich von Berlin wartet die Mecklenburgische Seenplatte mit viel Sehenswertem auf. Ihren Namen verdankt die Region einer außergewöhnlich hohen Anzahl an Seen auf engem Raum. Je nach Zählweise sind es zwischen 1.000 und 2.000 Seen, die teilweise über Flüsse und Kanäle miteinander verbunden sind. Ein gutes Ziel in der Gegend ist die Stadt Rheinsberg am Grienericksee. Mit dem Mietwagen dauert die Fahrt ab Berlin rund 90 Minuten. Eines der großen Highlights von Rheinsberg ist das gleichnamige Schloss, das als Vorbild für das Schloss Sanssouci in Potsdam diente. Im prunkvollen Gebäude ist heute unter anderem das Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum untergebracht. Und der Schlossgarten bietet sich für einen ausgedehnten Spaziergang an.
Außerdem lässt sich der Grienericksee bei einer Bootsfahrt erkunden. Das größte Gewässer der Mecklenburgischen Seenplatte ist die Müritz. Um die Stadt Waren (Müritz) zu erreichen, ist eine weitere Fahrt von einer Stunde ab Rheinsberg nach Norden erforderlich. In Waren gibt es viele historische Bauwerke, den Stadthafen und den Schaugarten am Tiefwarensee zu bewundern. Zudem beherbergt das Müritzeum eine interaktive Ausstellung über die Tierwelt der Region, ein Aquarium und einen Museumsgarten.
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