„Little Big City“

Berlin, du kannst so niedlich sein

Für die Schau zieht die Hauptstadt im Mini-Format an den Alex.

Norbert Koch-Klaucke
Lesezeit 2 Min
Joe (li.) und Eliott tragen das 30-Kilo-Modell der Marienkirche in die Schau. Im Hintergrund ist die echte.

Joe (li.) und Eliott tragen das 30-Kilo-Modell der Marienkirche in die Schau. Im Hintergrund ist die echte.

© Markus Wächter / Waechter

Wo vor Monaten noch Frauen und Männer ihren Körper trainierten, wird gerade auf 1500 Quadratmetern die Hauptstadt im Puppenstuben-Format aufgebaut. Selbst wenn Berlin en miniature recht niedlich wirkt: An den geschrumpften Sehenswürdigkeiten, die gestern aus einer Londoner Werkstatt zum Fernsehturm kamen, hatten die Ausstellungsmacher beim Verladen ganz schön zu schleppen.

So mussten Eliott (25) und Joe (35) richtig kräftig bei der Marienkirche zupacken. Das Modell, das auf dem ersten Blick so leicht aussieht, wiegt fast 30 Kilo. Mit 60 Kilo war die Kopie der Gedächtniskirche der schwerste Brocken.

Berlin in Mini

1,34 Meter hoch: Das Siegessäule-Modell ist genauso groß wie Jonas (7). 

1,34 Meter hoch: Das Siegessäule-Modell ist genauso groß wie Jonas (7). 

© Markus Wächter / Waechter

Auch das Brandenburger Tor zieht als Modell unter den Fernsehturm.

Auch das Brandenburger Tor zieht als Modell unter den Fernsehturm.

© Markus Wächter / Waechter

In der Kulisse von Mini-Berlin wird noch eine Häuserfassade verschönert.

In der Kulisse von Mini-Berlin wird noch eine Häuserfassade verschönert.

© Little Big City Berlin

Auch Berlins berühmtester Imbiss „Konnopke“ ist im Mini-Berlin zu sehen.

Auch Berlins berühmtester Imbiss „Konnopke“ ist im Mini-Berlin zu sehen.

© Markus Wächter / Waechter

Tatkräftige Hilfe bekamen die Arbeiter von Jonas (7), dem Sohn der „Little Big City“-Managerin Anja Nitsch (38). Während er Leichtgewichte wie den Konnopke-Imbiss und den Checkpoint Charlie in die Ausstellungsräume trug, erklärte seine Mutter: „Hunderte Gebäude-Modelle werden es am Ende sein, die aus Kunststoff und Holz bestehen, teilweise mit 3-D-Druckern hergestellt wurden.“

Dazu kommen etliche Mini-Fahrzeuge und 5000 Figuren. „In der Schau zeigen wir in sieben verschiedenen Szenerien die Geschichte Berlins – von der Gründung, der Industrialisierung, den Kriegsjahren, dem Mauerbau bis heute“, sagt Managerin Nitsch.

Bis zur Eröffnung am 1. Juli (Eintritt 16 Euro/erm. 12 Euro) bekommt Mini-Berlin noch den letzten Schliff. Verbesserungen sind am Schöneberger Rathaus nötig, wo in der Schau Kennedy seine Rede von 1963 hält. Denn am Modell hing bei der Lieferung die Deutschland-Fahne noch verkehrt herum.

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