Linker vergleicht Wulff und Gauck mit Hitler und Stalin

SG
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Die Linke im Abseits. Der 30. Juni war ein schwarzer Tag für die Partei. Eine von Gysi verordnete Enthaltung, Gejammer über ein angeblich "überhebliches" Verhalten anderer Parteien und ein unfassbarer Vergleich der Kandidaten Wulff und Gauck mit Hitler und Stalin.Der Chef der Linken in Niedersachsen, Diether Dehm, hatte auf die Frage, ob die Linke Gauck wählen könnte, geantwortet: "Was würden Sie tun, wenn Sie die Wahl hätten zwischen Hitler und Stalin?" Er sprach später von einem "Missverständnis", für das er sich entschuldige.SPD-Fraktionschef Steinmeier hatte den Vergleich als "unsägliche Entgleisung" kritisiert, eine Entschuldigung gefordert, die Linke sei sonst "dauerhaft diskreditiert".Die Partei habe auch so schon Schaden genommen, meint der Berliner Politologe Prof. Oskar Niedermayer: "Die Linke muss dringend ihr Verhältnis zur Vergangenheit klären." Ein Votum für den Bürgerrechtler Gauck wäre eine gute Gelegenheit gewesen. Die Partei habe "eine wichtige Chance vertan"."Viele Wähler bezweifeln die demokratische Qualität der Partei." Daher komme sie in den Augen vieler als Koalitionspartner nicht in Frage.Das gelte auch und "insbesondere" für Nordrhein-Westfalen. "Hier geht es weniger um das Problem Ostalgie als um die Frage, wie demokratisch sind Trotzkisten und Maoisten." Die NRW-Linke müsse ihre "demokratische Qualität" erst noch nachweisen. Dass Gysi erst vor dem 3. Wahlgang die Wahl "frei" gab und für Enthaltung plädierte, sei "rechtlich ohne Bedeutung", so der Parteienrechtler Prof. Martin Morlock.------------------------------BU: Der Dehm-lichen Entgleisung folgte eine nur schlappe Entschuldigung.

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