Kein Wunder, dass Berlin Udo Lindenberg (68) jetzt mit dem Landesverdienstorden ehrte.
Der Panik-Rocker erinnert sich lebhaft an den Mauerfall zurück. „Es war eine einzige geile Party mit vielen gigantischen Gefühlen, ein Freudentränenmeer, für das man Schwimmflossen brauchte“, sagt Lindenberg.
"Die ersten Konzerte danach im Osten – es war eine solche Flut von Emotionen und Eindrücken, da musste man erst mal den Hut abnehmen und tief durchatmen. Diese Scheißmauer, die so unendlich viel Leid und Trouble gebracht hat. Ich hab immer gedacht: Reißt sie ein, und uns wird besser sein.“
Lindenberg erinnert sich. „Ich sehe all die Tränen und Dramen und den ganzen Stasi-Schrott inklusive Fan-Folter. Ich erinnere mich an viele große und kleine Ost-West-Storys. Auch die Romeo-und-Julia-mäßige Geschichte zwischen mir und meinem Mädchen aus Ostberlin – ey, wir wollten doch einfach nur zusammen sein.“
Der Rocker muss noch immer daran denken, wie die DDR-Führung ihn nur einmal für ein Konzert im Palast der Republik im Osten auftreten ließ.
Er vermutet: „DDR-Oberindianer Honecker hatte Horror, dass seine Leute freidrehen und nach mehr Locker-Style und Panik verlangen. Doch immer wieder war da diese Hoffnung: Es kommt der Tag und dann ist Schluss mit Stuss. Nee, so was Absurdes wie die Mauer wird nicht ewig halten!“
Klar, weiß Udo Lindenberg , es „gibt noch ein paar Mauerreste in manchen Köpfen“ in Ost und West. „Aber keine Panik“, sagt er. „Die bekommen wir auch noch weg!“
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