Nach der Pleite in Darmstadt würfelte André Hofschneider seine Truppe richtig durcheinander. Peter Kurzweg ersetzte Kristian Pdersen, Michael Parensen und Grische Prömel bildeten die neue Doppelsechs und Dennis Daube sollte im zentralen Mittelfeld Akzente setzen, von dort aus die alleinige Spitze Steven Skrzybski unterstützen. Für Kristian Pedersen, Marc Torrejon, Stephan Fürstner und Akaki Gogia blieb im letzten Heimspiel nur die Bank.
Einsatz und Leidenschaft waren von Beginn dabei
Mentalitätsspieler wollte Hofschneider auf dem Platz haben. Auch die Rahmenbedingungen passten sich der Bedeutung der Partie an. Eine ausdrucksstarke Choreographie durch das ganze Stadion (bis auf den Gästeblock) zu Ehren der 68er-FDGB-Pokal-Sieger. Aus Salzburg waren zahlreiche Fans der Austria zum Gegenbesuch angereist, eigentlich muss man fast sagen angeschippert mit Eddy-Line, um die Köpenicker zu unterstützen. Hatte was.
Kevin Prince Redondo erlöst die Union-Fans kurz vor der Pause, schiebt zum 1:0 ein.
© Hupe
Ebenso, was die Eisernen dann aufs Feld brachten. Einsatz und Leidenschaft waren von Beginn an zu beobachten. Bei den Gästen vor allem Verunsicherung in der Abwehrformation. 5:0-Chancen waren für Union bis zu Pause zu notieren. Keiner wollte in die Gefahr laufen, am letzten Spieltag bei Dynamo Dresden noch ein Abstiegsendspiel erleben zu müssen.
Doch es dauerte bis kurz vor der Pause, ehe der Torjubel erklang. Parensen steckte nach rechts auf Hedlund durch, der fand Daube und dessen abgeblockter Schuss wurde dann von Redondo im Netz untergebracht – 1:0 (45.).
Am Ende noch ein wenig Zittern
So wichtig, denn auf den anderen Plätzen lief gerade fast alles gegen die Eisernen.
Und brachte Schwung. Hedlund scheiterte Sekunden nach Wiedernapfiff. Doch ein Eigentor von Danilo, der einen Friedrich-Freistoß über den eigenen Keeper hinweg per Bogenlampe ins Tor bugsierte, ließ die Alte Försterei in Ekstase ausbrechen (47.).
Union wollte mehr, dachte nicht dran, die Bochumer aus ihrem Sommerkick-Modus rauszulassen. Allein die Chancenverwertung ließ an diesem Tag zu wünschen übrig. Aber es kommt ja nicht immer alles Gute zusammen. Und so mussten die Eisernen am Ende auch noch wieder ein wenig Zittern. Hinterseers Tor zum 1:2 (86.) machte es die letzten Minuten noch einmal spannend. Musste nicht sein. Skrzybski machte mit dem 3:1 alles klar und und dann blieb reichlich Zeit zum Jubeln.
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