Nach 30 Jahren

Das war's mit „Stubbe“! Wolfgang Stumph löst seinen letzten Fall

Letzter Einsatz für Schauspieler Wolfgang Stumph als ZDF-Kult-Kommissar Stubbe. So endet die beliebte Krimi-Serie.

Monika Funk BK dpa
Lesezeit 3 Min
Vater Wilfried Stubbe (Wolfgang Stumph) und Tochter Christiane (Stephanie Stumph) in einer Szene des ZDF-Krimis „Stubbe - Von Fall zu Fall - Tödliche Hilfe“.

Vater Wilfried Stubbe (Wolfgang Stumph) und Tochter Christiane (Stephanie Stumph) in einer Szene des ZDF-Krimis „Stubbe - Von Fall zu Fall - Tödliche Hilfe“.

© Rudolf Wernicke/ZDF/dpa

TV-Kommissar Stubbe ging zwar 2014 in Rente, doch privat ermittelte er weiter. In Hamburg und in Dresden. Nun löst Wolfgang Stumph (78) als Wilfried Stubbe seinen allerletzten Fall. Nach mehr als 30 Jahren endet die berufliche und private Geschichte des in Ost und West beliebten TV-Kommissars und seiner Familie.

Das ZDF strahlt das Finale „Familie in Gefahr“ am 22. Februar um 20.15 Uhr aus. Bereits eine Woche zuvor, ab dem 15. Februar, steht der Film in der ZDF-Mediathek zum Abruf bereit. Mit dem vierten Special, der insgesamt 54. Folge der Familienkrimi-Reihe, verabschieden sich die Schauspieler Wolfgang und Stephanie Stumph zugleich als Bildschirm-Vater-Tochter-Gespann.

Im letzten Film der Reihe wird Helge (Wanja Mues), der Vater von Stubbe-Enkelin Caro, unter Mordverdacht verhaftet. Stubbes Lebensgefährtin Marlene (Heike Trinker) soll Beweise vernichtet haben. Der pensionierte, privat weiterhin aktive Ermittler und seine Tochter Christiane, inzwischen investigative Journalistin, sind doppelt herausgefordert.

Einschaltquoten auf „Tatort“-Niveau

Die Krimiserie „Stubbe – Von Fall zu Fall“ erreichte zwischen 1995 und 2014 Einschaltquoten auf „Tatort“-Niveau. Mit dem Umzug der kleinen Filmfamilie von Dresden nach Hamburg sollte die Entwicklung zwischen „Hüben und drüben“ widergespiegelt werden, sagt Hauptdarsteller Wolfgang Stumph. Der letzte Akt bedeutet für ihn auch Abschied von engagierten Mitstreitern und „einer konstant warmherzigen familiären Atmosphäre“.

Die Geschichte der Stubbes begann bereits im Jahr 1993. Die Geschichte des Leihbeamten aus dem Osten entwickelte sich zu einer der erfolgreichsten deutschen TV-Krimireihen. Millionen Zuschauer sahen regelmäßig zu, wie Kommissar Stubbe sich für Recht und Gerechtigkeit einsetzt, mit sächsischem Humor. Nach der 50. Folge war eigentlich Schluss, aber wegen der Neugier der Zuschauer, wie es weitergeht bei Stubbes, gab es 2018, 2021 und 2022 jeweils einen „Nachschlag“.

Stephanie Stumph wuchs quasi vor der Kamera auf

Wolfgang Stumph, Stephanie Stumph und die 2018 verstorbene Schauspielerin Marie Gruber in einer frühen Folge der ZDF-Serie „Stubbe - Von Fall zu Fall“ .

Wolfgang Stumph, Stephanie Stumph und die 2018 verstorbene Schauspielerin Marie Gruber in einer frühen Folge der ZDF-Serie „Stubbe - Von Fall zu Fall“ .

© Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

„Ich werde die Stubbes vermissen“, sagt Stumph-Tochter Stephanie, die als „Chrissy“ Stubbe quasi vor der Kamera aufwuchs. Sie konnte sich ausprobieren „in meinem Talent“. Aus der bei der ersten Klappe neun Jahre alten Jungdarstellerin ist eine erfolgreiche Schauspielerin geworden, eine TV-Kommissarin in der Krimireihe „Der Alte“ und eine gefragte Moderatorin.

An die Folge aus dem Jahr 1998 mit der Band „Echt“ als Gast erinnert sie sich besonders. „Sie haben eine kleine Sequenz gespielt und das war damals super für mich“, sagt die 40-Jährige, die zu der Zeit Fan der Teenagerband war. Die Arbeit an der Seite ihres Vaters schätzt sie als „ein großes Privileg“, auch weil sie so ihre wirkliche Familie am Set mit dabeihatte.

Für Stephanie Stumph geht es nach dem „Stubbe“-Ende direkt weiter: Sie wird ab dem 28. März in der 49. Staffel der ZDF-Krimiserie „Der Alte“ an der Seite von Thomas Heinze (60) zu sehen sein. ■

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