Lesen Sie mal, wie Herthas Präsidiums-Sitzungen laufen

Wenn Herr P. den Herrn B. Arschloch und Kasper nennt

Andreas Lorenz
Lesezeit 2 Min

Hertha BSC ist ein renommierter Fußball-Klub mit gutem Image. Die Mannschaft ist gerade dabei, die Rückkehr in die Bundesliga zu schaffen. Der Verein bewegt einen Jahresumsatz von fast 40 Mio. Euro. Präsident Werner Gegenbauer versucht mit einer Politik der ruhigen Hand die Blau-Weißen aus den Schlagzeilen herauszuhalten, wird dabei von den ebenfalls sehr besonnenen Geschäftsführern Michael Preetz (Sport) und Ingo Schiller (Finanzen) unterstützt. Aber darunter tun sich Abgründe auf. In der letzten Präsidiumssitzung flogen Beleidigungen der übelsten Art über den Tisch.Ausgerechnet ein Appell zur Geschlossenheit löste den Eklat aus. Einer der neun noch bis 2012 amtierenden Präsidialen, nennen wir ihn mal Herr B., mahnte seine Kollegen zu mehr Zurückhaltung in der Öffentlichkeit. Es flössen schon wieder viel zu viele Informationen nach draußen.Jeder im Raum wusste, wer gemeint war - nennen wir sie mal die Herren P. und W. Und Herrn P. schwoll auch gleich der Kamm. "Arschloch" und "Kasper" nannte er Herrn B.Wem das alles ziemlich irre vorkommt, der liegt auf der Linie eines anderen Gremiumsmitglieds. Nennen wir ihn mal Herr S. Der integre Geschäftsmann, der zu den zwei Dritteln im Präsidium gehört, die für Hertha arbeiten und sich nicht durch Egotrips wichtig machen müssen, verließ den Saal. Diese Art Präsidiumsarbeit sei der blau-weißen Sache unwürdig, so Herr S.Fazit: Nach dem Aufstieg, so er trotz durchdrehender Präsidiumsmitglieder gelingen sollte, muss nicht nur Herthas Spielerkader qualitativ aufgerüstet werden.------------------------------

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