Der Anfang vom Ende der DDR

Leipzig erinnert an Friedliche Revolution vor 34 Jahren

Mit mehreren Veranstaltungen haben Menschen in Leipzig am Montagabend der Friedlichen Revolution vor 34 Jahren gedacht.

dpa/HD
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 Zwölf Trabis bilden den Rahmen einer audiovisuellen Installation des Künstlerteams "Signal Creative" und "Post Bellum Prag" auf dem Augustusplatz in Leipzig.

Zwölf Trabis bilden den Rahmen einer audiovisuellen Installation des Künstlerteams "Signal Creative" und "Post Bellum Prag" auf dem Augustusplatz in Leipzig.

© Hendrik Schmidt/dpa

„Der 9. Oktober war ein Wendepunkt“, erinnert sich die Journalistin Golineh Atai per Videobotschaft am Montag vor den in der Nikolaikirche versammelten Menschen. Mehr als 70 000 Menschen seien damals ihrem inneren Bedürfnis nach Frieden, Freiheit und Demokratie gefolgt. Angesichts derzeitiger anti-demokratischen Bewegungen auf der ganzen Welt, müsse die Debatte von damals wieder aufgenommen und zu Ende gebracht werden, forderte Atai.

Die derzeitige Leiterin des ZDF-Studios für die arabische Welt konnte aufgrund der angespannten Lage im Nahen Osten nicht persönlich vor Ort sein.

Am 9. Oktober 1989 hatten mindestens 70 000 DDR-Bürger in Leipzig demonstriert

Am Abend läuteten alle Glocken der Leipziger Kirchen in der Innenstadt. Zudem brachten mehrere Lichtinstallationen das Zentrum der sächsischen Stadt zum Leuchten - unter anderem mehrere Dutzend Bechern mit brennenden Kerzen und der Aufschrift „'89 Lichtfest“ im Hof der Nikolaikirche. Der Kirche, in der damals viele Menschen inmitten unsicherer Verhältnisse Mut, Hoffnung und eine Zuflucht fanden.

Am 9. Oktober 1989, vor genau 34 Jahren, hatten mindestens 70 000 DDR-Bürger in Leipzig demonstriert. Die Staatsmacht schritt nicht ein, es gab keine Festnahmen oder Verletzte. Diese große Demonstration gilt als entscheidend auf dem Weg zum Mauerfall nur einen Monat später. Dieser und der Wunsch nach Wiedervereinigung brachte das Ende der DDR.

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